Für Blühwiesen für die Bienen – Brucker Solidargemeinschaft BRUCKER LAND setzt sich für Schutz der Lebensgrundlagen ein

An der Blühwiese in Gernlinden zum bereits frühherbstlichen Zeitpunkt: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von BRUCKER LAND mit dem Vorsitzenden Dr. Michael Dippold u. Maisachs Gde-Umweltreferent Eugen Bachhuber. Foto: Günter Schäftlein

In Eichenau, Emmering und Maisach/Gernlinden hat die Solidargemeinschaft BRUCKER LAND e.V. bereits mehrjährige Blumensorten/Blütenpflanzen auf rund 2 Hektar ehemaliger Wiesenflächen ausgesät: Malven, Borretsch, Mohn- u. Kornblumen, Ringel- u. Sonnenblumen, Disteln, Klee, Leinsaat, Wilde Möhre.

„Schutz den Lebensgrundlagen“ ist das leicht verständliche Motto der Solidargemeinschaft, wenn man an die Leistung nutz-bringender Insekten aber auch anderer Kleintiere denkt, die in diesen wildwachsenden Blüh-Paradiesen Nahrung und Unterkunft finden. Die beabsichtigte biologische Artenvielfalt der Blühwiesen zählt dabei mit zur von der UN für die Jahre 2011-2020 erklärten „Dekade der Biodiversität“. Ihr Grundthema: „Die weltweite Gefährdung der Lebensgrundlagen für Bestäuber (Bienen) und andere Insekten.“ Insbesondere für Bienen, die für die Bestäubung von Obst- und Beerenpflanzen eine entscheidende Rolle in der menschlichen Nahrungskette spielen. Die auch im Landkreis Fürstenfeldbruck sich langsam verbreitenden Streuobstwiesen sind schon ein ganz wichtiger Schritt zur Erweiterung des Lebensraums unserer fleißigen Bestäuber, Pollen- und Nektarsammler: „Eine der artenreichsten Biotope in unserer Region!“ Der parallele Ausbau von Blühwiesen im Landkreis setzt eine Ergänzung im Nahrungsangebot für die Flügler, die ja auch bis zum Spätherbst noch Kraft tanken wollen für Brut und das eigene Überleben. „Imker beklagen das mangelhafte Nahrungsangebot für Bienen im Spätsommer und Herbst aufgrund fehlender Wild- und Blühpflanzen in unseren intensiv bewirtschafteten Fluren: Die Völker kommen geschwächt in den Winter und überstehen oft nicht Kälte und Krankheiten.“ Blühwiesen bieten dagegen bis zum Winter einen reich gedeckten Tisch für Insekten. Dr. Michael Dippold, Vorsitzender der BRUCKER LAND Solidargemeinschaft e.V., stellte jetzt mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern Rita Multerer, Julia Seiltz, Annette Rohde-Lange, Karin Geraldy, Erich Klas und dem für das Blühwiesenprogramm zuständigen Erwin Schrall eine rund 0,6 Hektar große Blühwiesenanpflanzung an der Gernlindener Josef-Poxleitner-Allee vor - Josef Poxleitner war 1960-90 Ortsbürgermeister von Gernlinden. Erwin Schrall nannte als Perspektive „2010 im Landkreis FFB ca. 80 Hektar Blühflächen über Förderprogramme“. 2011 würden keine neuen Förderprogramme aufgelegt. Pro Hektar beträgt die Vergütung durchschnittlich 800 Euro, bei guten Böden auch bis zu 1200 Euro. Auch kleinere, an Privathäusern gelegene Flächen (Beispiel in Alling) wären akzeptabel und in der Regel durch die pflanzliche Vielfalt auch eine optische Bereicherung. Michael Dippold sieht das Bemühen um zusätzliche Blühflächen in dieser BRUCKER LAND-Aktion pragmatisch: „Für Blüten muß man was tun. Feldblüten reichen für die Insekten-Ernährung heute nicht mehr aus.“ Dippold lobte die Blühwiese in Gernlinden als vorbildlich. In diesen Gemeindefluren ist Eugen Bachhuber als Umweltreferent der Gde. Maisach auch zuständig für derartige Belange. Und er ist voll dabei, zusätzliche Biotope als Blüh-Futterquellen auf verfügbaren Böden anzulegen: „Das muß nicht so gepflegt aussehen. Hauptsache, die Pflanzenvielfalt wächst und vermehrt sich …“ Auskünfte: Dr. Michael Dippold, BRUCKER LAND Geschäftsstelle, Tel. 089-804484.

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