Blutspendeaktion

Mit einem Piks Leben retten

+
Rufen zum Blutspenden auf und organisieren Blutspendeaktion (von links): Rainer Bertram, Stefanie Sklarzik, Robert Schneider, Anette Menke

Fürstenfeldbruck - Drei Menschenleben retten, mit nur einem kleinen, kurzen Piks - Das kann jeder, indem er Blut spendet. Denn was viele nicht wissen: Mit einer Blutspende können bis zu drei verschiedene Präparate aus rotem Blutkörperchen, Blutplättchen oder Plasma entstehen. Und der Bedarf reist nicht ab. „In Bayern werden täglich 2.000 Blutkonserven benötigt“, gibt Stefanie Sklarzik, Presseferentin des Blutspendedienstes, bei einer Pressekonferenz zur Blutspende-Aktion bekannt.

Deshalb sollen Bürger am 3. und 4. Mai die Möglichkeit haben, beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Fürstenfeldbruck in der Dachauer Straße zu helfen, indem sie Blut spenden. Das BRK veranstaltet an diesen beiden Tagen gemeinsam mit dem Blutspendedienst eine Blutspende-Aktion. Diese dauert jeweils von 15 bis 20 Uhr. Erstspender sollten mindestens 18 und höchstens 64 Jahre alt sein und ihren Personalausweis dabei haben. Außerdem sollten sie eine Stunde Zeit dafür einplanen. Bei jemanden, der schon einmal gespendet hat, reichen 30 Minuten und der Blutspende-Ausweis, den jeder nach der ersten Spende nachgeschickt bekommt. „In diesem Ausweis wird jede Spende gespeichert. Ab der 25. Spende werden die Spender geehrt“, sagt Rainer Bertram, BRK Kreisgeschäftsführer in Fürstenfeldbruck. Eine Frau darf vier Mal im Jahr und ein Mann bis zu sechs mal im Jahr Blut spenden, zwischen den Spenden-Tagen sollten aber acht Wochen vergehen.

Der Ablauf beim Blutspenden

„Keiner muss Angst vor einer Blutspende haben“, betont Bertram und erklärt die Abfolge: Jeder Erstspender registriert sich über den Personalausweis und füllt einen Fragebogen zur eigenen Gesundheit aus. Danach folgt eine ärztliche Untersuchung in der ein Arzt den Blutdruck, Puls und Körpertemperatur misst und den Fragebogen bespricht. „Datenschutz wird dabei groß geschrieben“, versichert Robert Schneider, Gebietsreferent des Blutspendedienstes. Die Daten sowie Gespräche sind damit vertraulich. Bei der nachfolgenden Bestimmung des Hämoglobinwertes, wird mittels eines Bluttropfen aus dem Ohrläppchen die Blutgruppe durch Schnelltest ermittelt. „Die Blutspende selbst dauert selten länger als zehn Minuten“, heißt es in der Informationsbroschüre des Blutspendedienstes. Nach einer rund zehnminütigen Ruhepause sollte der Spender etwas trinken und essen. Dies steht beim BRK im Brotzeitraum kostenlos zur Verfügung. Jeder darf sich außerdem ein kleines Geschenk als Dankeschön aussuchen. Für Eltern sorgt der BRK sogar für eine Kinderbetreuung während der Spenderzeit. „Wichtig ist, dass sich der Spender an diesem Tag wohl fühlt und sich etwas darauf vorbereitet, in dem er am besten schon am Tag zuvor viel trinkt“, rät Schneider. Viel Trinken verhindere Schwindel, Kopfschmerzen oder andere Kreislaufprobleme während der Blutspende.

Wer nicht spenden möchte, kann trotzdem helfen

Während der gesamten Zeit stehen ehrenamtliche Mitarbeiter bereit. Das BRK selbst stellt bis zu zehn freiwillige Personen an diesen beiden Tagen zur Verfügung. Vom Blutspendedienst sind es etwa sieben Mitarbeiter und zwei bis drei Ärzte. „Wer ehrenamtlich bei der Blutspende helfen möchte ist ebenso willkommen“, sagte Anette Menke, Assistenz der Geschäftsführung und Marketingleiterin des Projekts „Blutspende“. Helfer bei der Registrierung müssen keine Vorkenntnisse mitbringen sondern nur 18 Jahre alt sein. Helfer bei der „Geschenkeausgabe“ können sogar jünger sein.

Anfang zum großen Netzwerk

Die zwei Spende-Tage sind eine Auftaktveranstaltung für weitere Termine im gesamten Landkreis. Früher war der Blutspendedienst der Landeshauptstadt München für den Landkreis Fürstenfeldbruck zuständig. Nun kümmert sich der Blutspendedienst des BRK um diesen und um weitere Landkreise um München herum. Robert Schneider: „Wir sind dabei uns ein Netzwerk aufzubauen.“ Ziel sei es die Region flächendeckend mit mehreren Blutspende-Terminen im Jahr zu versorgen. Laut Bertram laufen bereits Gespräche mit den Gemeinden.

Außerdem sei es wichtig, vor allem neue und junge Blutspender zu gewinnen, da viele Mehrfach-Spender immer älter werden und ab 73 Jahren nicht mehr spenden dürfen. Es geht sozusagen der Nachwuchs aus. „Es freut uns jedoch, dass vor allem viele jungen BRK-Mitglieder bereit sind, bei der Aktion mitzuarbeiten und Interesse zeigen“, erzählte Menke. Das BRK erwartet laut Bertram insgesamt rund 300 Spender. Die Kapazitäten würden jedoch für fast 500 Spender pro Tag reichen.

Infos und Antworten

Weitere Informationen, Antworten auf meist gestellten Fragen und die nächsten Blutspende-Termine unter der kostenlosen Hotline 0800 11 949 11 oder unter www.blutspendedienst.com.

Meistgelesene Artikel

Metzgerei Landfrau aus Emmering ruft drei Wurstsorten zurück

Emmering - Bei einer durch ein unabhängiges Labor durchgeführten Routinekontrolle wurde bei dem Produkt „Bierschinken“ (geschnitten und verpackt) der …
Metzgerei Landfrau aus Emmering ruft drei Wurstsorten zurück

Türkenfelder Künstler baut Skulpturen für's Tollwood

Türkenfeld – Ein Wal aus PET-Flaschen, ein Aquarium in einer Mülltonne, die Bremer Stadtmusikanten aus Draht und jetzt ein Christbaum aus Fahrrädern: …
Türkenfelder Künstler baut Skulpturen für's Tollwood

Säureattacke auf drei Autos

Jesenwang - Bei der Fahrzeugreinigung fiel einem Mann aus Jesenwang am Montag Nachmittag auf, dass alle seine drei Fahrzeuge Lackschäden aufwiesen.
Säureattacke auf drei Autos

Kommentare