Umgestaltung Viehmarktplatz

Die Hausaufgaben der Platz-Planer

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Interessiert lauschten die Architekten den Vorgaben, die sie mit auf den Weg bekamen.

Fürstenfeldbruck – Ein Magnet, der über die Brucker Grenzen hinaus bekannt ist: Das soll der Viehmarktplatz nach seiner Neugestaltung werden, wenn es nach den Wünschen des Stadtrats geht. Den Bürgern sind dagegen vor allem zwei Dinge wichtig: Ihre Märkte und Parkplätze.

Gut 90 Brucker waren zur ersten Runde der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Platzes im Herzen der Kreisstadt gekommen – darunter auch der noch krankgeschriebene OB Klaus Pleil. Pläne gab es noch keine zu sehen. Vielmehr sollte den Bürgern erklärt werden, welche Aufgabenstellung den Planern mit auf den Weg gegeben wird. Gleichzeitig konnten die Brucker eigene Anregungen einbringen – eine sehr frühzeitige Bürgerbeteiligung, die wohl auch als Reaktion auf den Bürgerentscheid von 2012 zurückzuführen ist. Damals wurde eine Planung von den Bruckern abgelehnt.

Vorgaben für Planer

In vier Runden hatten Mitglieder des Stadtrats gemeinsam mit der Stadtplanerin Barbara Hummel in einem Arbeitskreis erarbeitet, welche Hausaufgaben die Planer erledigen sollen. Einen Stadt- und Quartiersplatz mit hoher Aufenthaltsqualität sollen sie demnach schaffen. Freiflächen sollen zum Spielen und Erholen einladen. Dazu soll man an Verkaufsständen und in einem neuen Gebäude bummeln und sich kulinarisch versorgen können. Die Stände sollen flexibel auf- und abbaubar sowie preisgünstig sein und bei schlechtem Wetter auch überdacht werden können. Weitere Vorgaben: Eine neue öffentliche Toilette, Stellplätze für Taxis, Behindertenparkplätze und eine Ladestation für Elektroautos. Um all das unterzubringen, müssen die derzeit rund 130 Parkplätze in der Innenstadt jedoch von der Oberfläche verschwinden, wie Städteplanerin Hummel erklärte.

Parkplätze müssen her

Der Stadtrat denke zwar über eine Tiefgarage mit 145 Stellplätzen nach, so Hummel. Diese sei aber noch nicht beschlossen und auch nicht im Planungsauftrag an die drei Architekturbüros, die sich beworben hatten, enthalten. Eine Äußerung, die die anwesenden Brucker – vor allem die Geschäftsinhaber – sehr verunsicherte. Immer wieder forderten sie, dass entsprechende Parkplätze zu schaffen sind. „Sonst können wir gleich alle zusperren“, sagte einer der Ladeninhaber. Stadtbaumeister Martin Kornacher erklärte, dass die Planung der Tiefgarage parallel zur Oberflächenplanung vorangetrieben werde. „Wir haben ja nicht gesagt, dass wir alle Parkplätze aus der Innenstadt verbannen“, sagte er. Und Hummel erklärte, dass die Stadt um die Tiefgarage nicht herumkomme.

Zu wenig Platz für Märkte?

Dass insgesamt nur 900 der 12.400 Quadratmeter des Platzes für Märkte freigehalten werden sollen, erschien zahlreichen Besuchern des Infoabends auch zu wenig – vor allem wenn Christkindlmarkt und Grüner Markt gleichzeitig stattfinden sollen. Viele Brucker äußerten Bedenken, dass der Grüne Markt dann nicht mehr abgehalten werden kann.

Hummel sagte zu, dass die Fläche noch einmal überprüft wird. Und Kornacher erklärte: „Die bestehenden Märkte sollen wie bisher abgehalten werden können.

Neben diesen beiden großen Themen hatten die Brucker noch weitere Vorschläge, die sie den Planern mitgaben: Kunst am Platz, einen Kunst- und Ausstellungspavillon, Flüsterasphalt am Taxistand, um die Lärmbelästigung zu reduzieren, und einen Raum für Notfallversorgungen.

Zweite Runde am 10. November

Die ersten Skizzen der Planer sollen am 10. November in der zweiten Runde der Bürgerbeteiligung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Andreas Daschner

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