Brucker Eishockey-Mädel schießt Tore für Deutschland – 14-jährige Sandra Hany schaffte Sprung in die U-15-Nationalmannschaft im Frauen-Eishockey

Erstmals trug die junge Bruckerin im Oktober 2011 das Trikot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Foto: priv

Im Oktober ging für die 14-jährige Sandra Hany aus Fürstenfeldbruck ein großer Traum in Erfüllung: Erstmals trug die junge Bruckerin das Trikot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. In zwei Länderspielen setzte sie der Bundestrainer der Frauen-Nationalmannschaft, Peter Kathan, in der U15-Nationalmannschaft gegen Tschechien ein. Mit einem Tor und zwei Assists gelang Hany ein erfolgreiches Debüt.

Kurz vor Weihnachten setzte die begeisterte Eishockeyspielerin ihre erfolgreiche Karriere fort. In Reinach in der Schweiz folgten Länderspiel drei und vier. Gegen den Schweizer Nachbarn erzielte der deutsche Frauennachwuchs ein 1:1 und ein 2:1, wobei der jungen Bruckerin Hany der Siegtreffer gelang. „Es macht mir riesigen Spass mit den Mädels aus ganz Deutschland in einer Mannschaft zu spielen“, berichtete Sandra Hany. Seit ihrem dritten Lebensjahr spielt die 14-jährige Schülerin des Viscardi-Gymnasiums beim EV Fürstenfeldbruck Eishockey. Dabei hätte sie schon früher zum deutschen Nachwuchskader stoßen können, doch ein im März im Training in Bruck erlittener Oberarmbruch hatte ihren Karrierebeginn verzögert. So nahm die Gymnasiastin erstmals Anfang Juli im Bundesleistungszentrum in Füssen an zwei Sichtungslehrgängen teil. Aus den insgesamt 40 in die Nationalmannschaft strebenden jungen Mädels wählte Kathan 22 Spielrinnen aus. Im zarten Alter von drei Jahren stand die kleine Sandra Hany im Brucker Freiluftstadion erstmals in der Laufschule von Konrad Schober auf Schlittschuhen. In den von „Conny“ Schober durchgeführten Schulsport-Kursen haben seit 1988 Tausende von Kindern das Schlittschuhlaufen erlernt und Bekanntschaft mit dem Eishockey gemacht. Auch das Talent der kleinen Hany erkannte das geübte Auge Schobers und er gab ihr den Tipp, doch Eishockey zu spielen. In der Obhut ihres damaligen Brucker Trainer Günter Hinterholzer jagte Hany erstmals der kleinen schwarzen Scheibe nach. Der inzwischen in Bad Wörishofen tätige Hinterholzer erinnerte sich an Sandras Talent und lud sie vor zwei Jahren zu Sichtungslehrgängen für den bayerischen Eishockey-Nachwuchs nach Bad Tölz ein. Da waren allerdings auch noch Jungs mit dabei. Das gefiel Sandra nicht so, und nach einem Gespräch mit Hinterholzer wechselte die Bruckerin in den Mädchen-Nachwuchskader Jahrgang 1997. Unter den Mädels aus Hamburg, Berlin, Dresden, Garmisch fühlt sich die Neuntklässlerin glücklich und der sportlichen Karriereleiter von der U15 in die U18 und dann in die Frauen-Nationalmannschaft sollte nichts mehr im Wege stehen. Die Eltern unterstützen jedenfalls das zeitaufwändige Hobby ihrer Tochter. „Natürlich ist das eine Belastung für die Eltern“, sagte Papa Hubert. Jede Woche absolviert die 14-Jährige neben dem Training beim EVF und den Spielen ein Training in Füssen. Dort bringt sie der Papa hin. „Wir müssen sehen wie wir das alles unter einen Hut bringen.“ So auch die durch das offene Stadion in Bruck bedingten späten Trainingszeiten, die wiederum viel Fahrerei nach sich zieht. Anfang Oktober, als Sandra zu ihrer Länderspiel-Premiere aufbrach und vorher zur Vorbereitung nach Füssen musste, von wo es mit dem Bus nach Selb ging, musste sie für anderthalb Tage eine Schulbefreiung beantragen. „Solange die schulischen Leistungen stimmen, ist alles in Ordnung, denn die Schule hat natürlich Vorrang“, meinte der Papa dazu.

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