Aus für den Brucker Taler

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HANS KÜRZL Fürstenfeldbruck - Vor knapp sechs Jahren mit großem Werbeaufwand eingeführt, steht der Brucker Taler vor dem Aus. Die Akzeptanz ist dem Gewerbeverband zu gering. Wehmut schwang bei Horst Jirgl, dem auf der Jahreshauptversammlung wiedergewählten ersten Vorsitzenden des örtlichen Gewerbe- verbandes, mit: „Der Brucker Taler war mein Kind.“ Doch auch Jirgl musste, das vom bisherigen Schatzmeister Franz Grieser zusammengestellte Zahlenmaterial anerkennen. Genau 20.469 Stück lagen bei der Einführung im April 2004 bereit, 17.809 sind jetzt immer noch vorrätig. Allenfalls um Ostern, Muttertag oder Weihnachten hatten die Brucker das stadtinterne Zahlungsmittel, mit dem man die die Kunden vor Ort halten wollte, etwas intensiver in Anspruch genommen.Woran die mangelnde Akzeptanz lag, kann sich Jirgl nicht erklären. Man habe sich stets bemüht, den Taler im Gespräch zu halten, auch durch spezielle Rabattaktionen. Auch an Werbung und Bekanntheitsgrad habe es nicht gefehlt. „An der Öffentlichkeitsarbeit lag’s nicht“, sagte Jirgl. Nun muss sich der Gewerbeverband um die fach- um formgerechte Entsorgung kümmern. Da es sich um ein Zahlungsmittel handelt, müssen nicht die technischen Voraussetzungen zur „Verschrottung“ stimmen. Auch ein Notar muss dann anwesend sein, der bestätigt, dass alle Taler tatsächlich vernichtet worden sind.Die 2660 Stück, die noch im freien Umlauf sind, können laut Jirgl aber noch verwendet und eingelöst werden. Eine zeitliche Begrenzung gebe es dafür nicht. Zufriedener konnte Jirgl mit dem Ausgang der Neuwahlen sein. Er wurde ebenso für drei weitere bestätigt wie seine Stellvertreter Susanne Droth und Wolfgang Timper sowie Schriftführerin Christine Wolff. Als Schatzmeister neu im Amt ist Werner Pfab. Er löst Grieser ab, der nach 22 Jahren aus Altersgründen zurücktrat. Eines der Hauptanliegen der neuen Vorstandschaft des Gewerbeverbandes in 2010 wird erneut die Parkplatzsituation im Innenstadtbereich sein.

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