Rathaus-Neubau Gröbenzell

30 Architekten reichen Ideen ein

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Gut gefülltes Freizeitheim: Bei der Info-Veranstaltung zum Rathaus-Neubau wollten Bürger Wissen, was Bürgermeister Martin Schäfer und das Planungsbüro zu sagen haben.
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Mit einem Diavortrag versuchte die Verwaltung die Dringlichkeit eines Neubaus herauszustellen.
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Experten der Gemeinde sowie vom Planungsbüro erklärten die bisherigen Entscheidungen zum Rathaus-Neubau.
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Johann Peter Kellerer vom Planungsbüro erläuterte den Gröbenzellern, wie der Architekten-Wettbewerb ablaufen wird.
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Am Anschluss gab es Raum für Fragen, dies nutzten einige Bürger, um ihre Wünsche und Ängste zu formulieren.
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Bürgermeister Martin Schäfer stellte sich den Fragen der Bürger.
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So sieht´s in der Umgebung rund um das Wettbewerbsgelände aus: nördlich Wohnungen, südlich öffentliche Gebäude.
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Die markierten Flächen sollen öffentliche Flächen bleiben.

Gröbenzell – „Anfangs gab es noch Badewannen in den Büros und nach 18 Uhr dürfen wir den Aufzug nicht mehr benutzen“, erzählte Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer im Freizeitheim Wildmoos. Er wollte bei einer Informationsveranstaltung zum Rathaus-Neubau rund 100 Besuchern verständlich machen, warum das alte, dreiteilige Gebäude aus den 50er- und 70er-Jahren kein Traum-Rathaus ist und deshalb etwas Neues her muss.

Die Räumlichkeiten waren beim Bau am Rathausplatz eigentlich für Wohnungen, Arztpraxen oder ein Postamt gedacht. Nun seien diese der Rathaus-Verwaltung nicht nur zu klein, sondern der ganze Komplex sanierungsbedürftig.

Um die Bürger auf den aktuellsten Stand zu bringen, schilderte Schäfer die vergangenen Entscheidungen des Gemeinderates. Vor zehn Jahre hätte es bereits erste Überlegungen zu einem Neubau oder einer Sanierung gegeben. 2012 kam die Entscheidung: Am Rathausplatz soll ein Rathaus bleiben. Im März 2015 war klar, dass sich die Verwaltung als Übergangslösung für fünf Jahre ein Objekt anmietet. Die Kosten: 1.625.000 Euro. Dies geschah schließlich von September bis Oktober, als das Rathaus vorläufig in die Danzinger Straße zog. Als Alternative standen für eineinhalb Jahre Container zur Wahl, diese wären jedoch mit 1.850.000 Euro teurer gewesen. Im September wurde der Entschluss gefasst, dass das Planungsbüro Kellerer und Kellerer aus München das Projekt koordiniert. Im Dezember wurde schließlich beschlossen, dass mit einem einstufigen Realisierungswettbewerb ein Architekt für den Rathaus-Neubau gefunden werden soll. Bis zur Bewerbungsfrist Ende Februar 2016 bewarben sich 44 Architekturbüros, welche am Wettbewerb mitmachen möchten.

Architekturentwürfe werden öffentlich ausgestellt

Johann Peter Kellerer vom Planungsbüro erläuterte den Gröbenzellern, wie dieser Wettbewerb ablaufen wird. Von diesen 44 Architekten werden „aufgrund von harten Fakten“ 30 ausgewählt, die ab 17. März einen Rathaus-Entwurf einsenden dürfen. Die fünf besten Entwürfe würden schließlich in die engere Auswahl genommen, wovon ein Entwurf umgesetzt werde. Laut Kellerer soll im Sommer diesen Jahres bereits feststehen, welches Architekturbüro bauen darf. Es wurde versichert, dass alle Entwürfe auch öffentlich ausgestellt werden. Natürlich gäbe es einige Vorgaben, an denen sich die Architekten halten müssten.

Die Vorgaben zum Wettbewerb

Auf dem 3.773 Quadratmeter großen Grundstück müssen 47 Büros, 630 Quadratmeter für den Bürgerservice, 380 Quadratmeter Sitzungsbereich mit separaten Zugang und Trauzimmer, 100 Quadratmeter Büroreserve für die Zukunft, öffentliche Toiletten und PKW-Stellplätze entstehen. Dies ist das Ergebnis der Untersuchung für den Flächenbedarf. An Freiflächen – also Sitzgelegenheiten und Grünflächen - darf es ebenso wenig mangeln. „Das Rathaus als Bauaufgabe soll die Wichtigkeit dieses öffentlichen Gebäudes ausdrücken“, heißt es zudem in den Vorgaben. Architektonisch soll sich das neue Gebäude „mit einer angemessenen Gestaltung“ in das Umfeld einbetten. Das heißt, es muss zur Wohnbebauung im Norden des Grundstücks genauso passen, wie zu den öffentlichen Gebäuden wie Kirche, Pfarrei und Schule im Süden.

Sorge um Höhe und Bäume

Einen Bürger interessierte die vorgesehene Höhe des neuen Rathauses. Die Antwort der Gemeinde: „Zwei Stockwerke sind vorgesehen, möglich sind drei, doch natürlich müssen Abstandsflächen zu benachbarten Grundstücken eingehalten werden.“ Zehn Millionen Euro seien laut Schäfer im Haushalt 2016 für den Neubau des Rathauses eingeplant. „Ich stehe hinter dieser Investition“, machte er seine Stellung klar. Ihm sei wichtig, Arbeitsplätze zu schaffen, an denen sich die Mitarbeiter wohl fühlen und auch ausgebildet werden kann.

Die Angst um den alten Baumbestand konnte Schäfer nicht nehmen. Es werden wohl nicht alle Bäume gerettet werden können.

Miriam Kohr

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