Ilse Aigner in Maisach

Eine Frau, die ihre Heimat liebt

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Erst einmal ein „Prosit“ (von links): Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, Bundesernährungsministerin Ilse Aigner, CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt und Maisachs Bürgermeister Hans Seidl.

Maisach – Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner präsentierte sich im Maisacher Festzelt wie erwartet „gstand`n“, volksnah und heimatverbunden. Vor knapp 700 Zuhörern nahm die Bundesministerin bei ihrem einstündigen Wahlkampfauftritt insbesondere die Politik der Rot-Grünen aufs Korn.

Bei ihren politischen Ausführungen beschäftigte sich die CSU-Politikerin dabei nicht nur mit den Themen ihres Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sondern spannte einen weiten Bogen von der Landwirtschafts- bis hin zur Steuerpolitik und machte deutlich, was die CSU von den anderen Parteien unterscheidet. „Unsere politischen Gegner hoffen, dass wir einschlafen“, eröffnete Landrat Thomas Karmasin die Traditionsveranstaltung im Maisacher Bierzelt. Doch der zahlreiche Besuch im Festzelt mache ihm Mut, auf ein gutes Abschneiden bei den beiden Wahlen.

Unter großem Beifall begrüßte Karmasin die Ministerin als „Stargast des Abends“ und mit „unsere Ilse“. Maisachs Bürgermeister Hans Seidl lobte die Pünktlichkeit der 48-jährigen CSU-Politikerin. „Das haben nicht alle geschafft“, sagte Seidl in Anspielung auf die unlängst zweistündige Verspätung von Hubert Aiwanger, dem Bundesvorsitzenden der Freien Wähler. Bevor die 48-jährige Bundesministerin, ebenso wie einige Wochen zuvor Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer im Brucker Festzelt, herausstellte, dass die Menschen in Bayern „fast wie im Paradies leben“, nutzte Bayerns Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet zunächst die Gelegenheit, um mit der jüngsten Kritik der Grünen am Maisacher Fursty-Konzept hart ins Gericht zu gehen. „Keine Stimme an die doppelzüngige Bagage von Grünen, nicht am 15. und auch nicht am 22. September. Jede Stimme an uns“, rief Bocklet abschließend den Zuhörern zu, obwohl er wohl kaum befürchten muss, dass bei den Wahlen jemand aus dem Festzelt die Grünen wählen wird, handelt es ich doch um eine CSU-Wahlkampfveranstaltung, deren Zuhörer sich hauptsächlich aus dem Mitgliedern der 23 Ortsgruppen zusammensetzen.

Als eine echte „Sauerei“ bezeichnete Aigner, dass die Grünen mit der Kampagne gegen Antibiotika-Einsatz in den Ställen einen ganzen Berufsstand schlecht machen. Die Behauptung der Grünen, die CSU würde die Massentierhaltung fördern, sei eine glatte Lüge. Nur weil einer viele Tiere im Stall habe, bekomme er im Deutschland keinen Cent mehr, so Aigner. In ganz Deutschland gebe es keinen Quadratmeter, der mit gentechnischen Materialien bearbeitet wird. „Das liegt auch daran, dass ich das verboten habe.“ Die Lebensmittel in Deutschland seien gut und ausreichend, sagte die Ernährungsministerin.

Sie beklagte aber, dass in Deutschland zu viele Lebensmittel weggeworfen werden und appellierte an jeden Einzelnen, mehr Eigenverantwortung an den Tag zu legen. Den weitreichenden Steuererhöhungen der Grünen und der SPD erteilte Aigner eine klare Absage. „Rot-Grüne Steuererhöhungen treffen den Mittelstand und eben nicht, wie oft behauptet, nur die Reichen“, so Aigner. „Durch die rot-grüne Erbschafts- und Vermögenssteuern werden alle belastet, der Mittelständler, der seinen Familienbetrieb an die Kinder weitergibt, genauso wie die Landwirte.“

Sie komme gern in die Heimat zurück, sagte die in Feldkirchen-Westerham geborene Aigner, die seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestags ist und seit 31. Oktober 2008 Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, zu ihrem politischen Rückzug aus Berlin zurück nach Bayern. Das liege nicht nur an der Landschaft, sondern auch an den Menschen und an das „leben und leben lassen in Bayern“. „Wir alle haben gespürt, hier steht eine Frau, die ihre Heimat liebt“, sagte dann auch die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt abschließend und lobte Ilse Aigner. „Sie hat mit großer Fachkompetenz sowohl Deutschland als auch Europa vertreten.“

Dieter Metzler

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