Sozialpsychiatrischer Dienst der Caritas in Fürstenfeldbruck

Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker

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Monika Fußeder ist Fachdienstleiterin vom Sozialpsychiatrischen Dienst im Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck.

Fürstenfeldbruck - Aktuell bietet die Caritas jeden 2. Montag im Monat eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch kranker Menschen an. Hier können die Betroffenen mit anderen Angehörigen in geschützter Atmosphäre reden. Die Gruppe ist nach einem Vorgespräch für Jeden zugänglich, d.h. nach einem Anruf beim Sozialpsychiatrischen Dienst nimmt die zuständige Gruppenleiterin Maria Ullrich Kontakt mit dem Angehörgen auf.

Wie Monika Fußeder, Fachdienstleiterin im Sozialpsychiatrischen Dienst, in einem Interview erklärte, sei die Idee aufgrund der Tatsache entstanden, dass die Zahl der psychisch erkrankten Menschen stetig zunehme. ,,Die Angehörigen der psychisch Kranken sind ebenso sehr belastet", sagt sie. Mit Angehörigen sind alle gemeint, die sich einem psychisch kranken Menschen nahe und angehörig fühlen und sich von seinem Schicksal berühren lassen. Psychische Erkrankungen sind unter anderem die Schizophrenie, schwere Depressionen, bipolare Störungen, Psychosen sowie wahnhafte Störungen. Aufgrund der Hemmschwelle trauen sich viele Angehörige nicht, über ihre Sorgen zu sprechen und warten zu lange. ,,Wir hoffen, in der offenen Gruppe die Hemmschwelle zu senken, weil die meisten Teilnehmer dieselben Sorgen haben", so Monika Fußeder. Ziel sei es zu zeigen, dass die Menschen mit ihrem Schicksal nicht alleine sind, sich mit anderen Betroffenen austauschen und sich untereinander Hilfestellungen geben können. ,,Die Teilnehmer lernen, besser mit der Situation umzugehen und bekommen auch Antworten auf ihre Fragen. Es geht um Aufklärung, Unterstützung und um Hilfe zur Selbsthilfe", erklärt Monika Fußeder. ,,Ganz wichtig ist auch die Vertrautheit und Sicherheit in der Gruppe. Man muss sich nicht erklären und man muss sich nicht rechtfertigen".

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Caritas Zentrums Fürstenfeldbruck versorgt im Landkreis (Standorte Fürstenfeldbruck, Olching und Germering) Menschen mit den verschiedensten psychischen Problemen, die nicht oder nicht ausreichend die herkömmlichen Behandlungs- oder Betreuungsmöglichkeiten nutzen können. Er setzt sich aus der Beratungsstelle für psychische Gesundheit, der Gerontopsychiatrischen Fachberatung (für Menschen ab 60 Jahren), der Caritas-Tagesstätte ,,Rückenwind", dem Betreuten Wohnen und der Therapeutischen Wohngemeinschaft zusammen. Darüber hinaus werden Selbsthilfe- und begleitete Gruppen angeboten. Das Ziel des Sozialpsychiatrischen Dienstes ist das rechtzeitige Erkennen von Erkrankungen und die Inanspruchnahme ärztlicher Behandlung sowie anderer geeigneter Hillfen. Den Betroffenen soll eine möglichst selbständige Lebensführung innerhalb ihres Sozialraumes ermöglicht werden. Die Beratung ist kostenfrei, konfessionsunabhängig und bei Wunsch auch anonym. ,,Wir machen es den Klienten so einfach wie möglich. Wir brauchen keine Chipkarte und keine Überweisung", sagt Monika Fußeder abschließend.

Caritas-Zentrum FFB Sozialpsychiatrischer Dienst Hauptstraße 5, 3. OG 82256 Fürstenfeldbruck Tel: 08141/ 32 07-8070 www.caritas-fuerstenfeldbruck.de eMail: spdi-fuerstenfeldbruck@caritasmuenchen.de

Nicole Burk

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