Salpetersäure ausgetreten:

Chemieunfall sorgt für Großeinsatz

FFB Chemie Unfall Firma Stangl Fauenhoferstr.
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FFBVox160503-15,FFBBruck,Chemie Unfall,03.05.2016
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Fürstenfeldbruck - Eine Gaswolke mit Salpetersäure ist in einem Solarforschungs- und Produktionsunternehmen in Fürstenfeldbruck in der Hasenheide gestern (3. Mai) am frühen Abend ausgetreten. Rund 100 Einsatzkräfte - teilweise mit Spezialausrüstung -  waren vor Ort.

Der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck, Andreas Lohde erzählt:

"In dem Labor waren aus einer Apparatur knapp 160 Liter Salpetersäure ausgetreten. Die Säure wurde zwar in einer dafür vorgesehenen Wanne aufgefangen, reagierte aber mit Materialien mit denen sie in Kontakt kam, so dass nitrose Gase entstanden. Diese wurden über eine baulicherseits vorgesehene Filteranlage aus dem Labor abgeleitet.

Da davon ausgegangen wurde, dass die Filteranlage nach einer gewissen Zeit gesättigt sei und die Gasmischung zunehmend ungefiltert aus dem Gebäude abgeleitet wird, wurde vorsorglich die Bevölkerung in der näheren Umgebung dazu aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Diese Warnung konnte nach Ergebnissen der Schadstoffmessungen im Laufe des Abends wieder aufgehoben werden.

Aufgrund der Lage ließ der Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Michael Ott, weiter Feuerwehren nachalarmieren. Neben den Feuerwehren aus Geiselbullach, Olching, Gernlinden, Unterpfaffenhofen, Germering, Mammendorf, Eichenau und Emmering wurde auch die Freiwillige- und die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt München zum Einsatz hinzugezogen.

Gegen 20.30 Uhr macht sich der amtierende Bürgermeister der Stadt Fürstenfeldbruck, Erich Raff, ein Bild von der Lage vor Ort.

Die Kräfte der Berufsfeuerwehr München verstärkten die Messtrupps, die permanent die Schadstoffbelastung durch den Gasaustritt analysierten. Die Einsatzmannschaften der Landkreisfeuerwehren wechselten sich bei den personalintensiven und körperlich fordernden Einsätzen in den Chemikalienschutzanzügen (CSA) ab, die Voraussetzung waren, um ein Agieren im Labor zu ermöglichen.

Die Säure wurde von den Einsatzkräften abgepumpt und in von der Feuerwehr vorgehaltene Gefahrgutfässer gefüllt. Anschließend wurde der verbleibende Rest mittels eines speziellen Chemikalienbinder aufgenommen. Ein dabei entstandener Brand konnte schnell gelöscht werden.

Das BRK stellt die Versorgung für etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort sicher. Der Einsatz endete heute (Donnerstag) gegen 6.25 Uhr."

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