Am 21. 4. geriet die Dachgeschoßwohnung eines Mehrfamilienhauses in Olching in Brand – Feuerwehren mit 70 Einsatzkräften vor Ort 

30 Bewohner nach Dachstuhlbrand evakuiert

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Das 14-Parteien-Haus in Olching ist seit dem Brand derzeit unbewohnbar.  Unser Bild zeigt den Feuerwehreinsatz, bei  dem 19 Trupps mit 70 Einsatzkräften vor Ort waren.

Olching – In Notunterkünften mussten alle 30 Bewohner eines Olchinger Mehrfamilienhauses wegen eines Dachstuhl-Brandes am 21. 4. 2015 untergebracht werden. Mehrere Zimmer einer Dachgeschoßwohnung eines Mehrfamlienhauses in der Fürstenfeldbruckerstr. in Olching waren am Nachmittag in Brand geraten.  Das Feuer breitete sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr auf den Dachstuhl aus und zerstörte diesen auf rund 20m Länge. Brandermittler der Kripo FFB waren am 22. 4. vor Ort. Ermittelt werde wegen des Verdachts der  "fahrlässigen Brandstiftung", teilte das PP Oberbayern Nord mit. Der geschätzte Sachschaden wird derzeit auf eine halbe Million Euro beziffert. Als Ursache für den Brandausbruch gehe die Kripo Fürstenfeldbruck nach ersten Ermittlungen von fahrlässiger Brandstiftung durch unsachgemäße Entsorgung von Zigarettenkippen aus.

 

Wie der Pressesprecher der Feuerwehr Olching, Hans Beyer berichtete, ging der  Alarm gegen 16 Uhr bei der Leitstelle ein. Ein zügig eingeleiteter Innenangriff der Feuerwehr mit zwei Wasserrohren konnte den Brand zunächst eindämmen und verhinderte weitere Brandausbreitung auf weitere Räume / Wohnungen. Noch kurz vor Betreten der Brandwohnung durch den Angriffstrupp der Feuerwehr sorgte wohl das Platzen eines Fensters für eine heftige Durchzündung, deren Druckwelle die Eingangstüren weiterer Wohnungen aus den Angeln riss. Wegen Einsturzgefahr des Dachstuhls führte man weitere Löschmaßnahmen zunächst nur von außen über Drehleitern durch. Um brennendes Dämmmaterial und Holz des Dachstuhls zu löschen, mussten Teile des Daches mit Rettungssäge und Einreißhaken geöffnet werden. Schließlich wurde gegen 18:30 Uhr Feuer aus gemeldet. Personen befanden sich zum Brandzeitpunkt nicht in der Wohnung. Im Laufe des Einsatzes wurde die Bevölkerung per Radio aufgefordert wegen der starken Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten. Eine Rauchsäule war weithin sichtbar. 

Brandrauch und Löschwasser zogen das Gebäude bzw. alle 14 Wohneinheiten so stark in Mitleidenschaft, dass das Gebäude für den Zutritt zunächst gesperrt wurde. Die Brandwohnung, sowie mehrere Balkone und ca. 20 Meter Dachstuhl wurden in weiten Teilen völlig zerstört. Alle 30 Bewohner mussten in Notunterkünfte unterkommen – dabei unterstützte sie tatkräftig Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Olching und der Bürgermeister der Stadt Olching. Die Bewohner konnten das Haus noch selbständig verlassen.  Im Einsatz waren die Feuerwehr aus Olching, Esting und Geiselbullach. 

Unterstützt wurden diese von der Feuerwehr Maisach mit einer zweiten Drehleiter, sowie dem Gerätewagen Atemschutz aus Fürstenfeldbruck und Vertretern der Kreisbrandinspektion. Rettungsdienst und Polizei waren ebenso mit starken Kräften vertreten. Insgesamt waren 19 Trupps unter schwerem Atemschutz im Einsatz, einschließlich der Kräfte.  Nach Beenden aller Löschmaßnahmen gegen 21 Uhr, wurde noch sich im Keller sammelndes Löschwasser mit einem Wassersauger aufgenommen. Zur Sicherheit stellte die Olchinger Feuerwehr eine Brandwache über die Nacht. 

Dabei kontrollierten Trupps regelmäßig die Brandstellen auf ein erneutes Aufflammen – zu Recht, denn gegen 7 Uhr morgens mussten tatsächlich noch einmal Glutnester freigelegt und abgelöscht werden.

 

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