Bauwagen-Gottesdienste: Die evangelische Kirche kommt ihren Gläubigen entgegen

Begegnung mit Landesbischof Bedford-Strohm im Dekanat FFB

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v.l. Dekan Stefan Reimers im Gespräch mit Landesbischof Dr. Bedford-Strohm

Fürstenfeldbruck  - Landesbischof Dr. Bedford-Strohm, Synodalpräsidentin Dr. Denecke-Stoll und neben  weiteren hochrangigen Vertretern der Landeskirche auch die Bischöfe Gerhard Ullrich (leitender Bischof der Vereinigten Lutherischen Kirche in Deutschland) sowie Bischof Dr. von Maltzahn (Rostock), waren  mit einer Delegation aus Mecklenburg zur Begegnung mit dem  Dekanat  FFB  angereist.

 Säkularisation und Spiritualität:  Unter diesem Motto hat  im evangelischen Dekanatsbezirk Fürstenfeldbruck eine intensive Begegnung des Dekanates mit der Kirchenleitung der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und Vertretern der Kirchenleitung der Nordkirche, also der Evangelischlutherischen Kirche in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, stattgefunden. 

Zu einem über zweistündigen Treffen sind neben Landesbischof Dr. Bedford-Strohm, Synodalpräsidentin Dr. Denecke-Stoll und weiteren hochrangigen Vertretern der Landeskirche auch die Bischöfe Gerhard Ullrich (leitender Bischof der Vereinigten Lutherischen Kirche in Deutschland) und Bischof Dr. von Maltzahn (Rostock) mit einer Delegation aus Mecklenburg angereist. 

Bei dieser Begegnung ging es um die Frage, wie es den evangelischen Kirchen in einer immer stärker säkular geprägten Umwelt gelingen kann, einladend und überzeugend auf Menschen zuzugehen. Gerade im Dekanatsbezirk Fürstenfeldbruck ist dies seit vielen Jahren ein leitendes Thema. Ausgehend von Untersuchungen und Befragungen, z.B. unter Ausgetretenen, hat dies schon zu konkreten Schritten geführt. So hat die Kirchengemeinde Grafrath bei dieser Begegnung ihr Projekt „Bauwagengottesdienst“ vorgestellt, mit der Gottesdienst quasi zu den Menschen kommt, und nicht umgekehrt. Die Kirchengemeinde in Gräfelfing trägt zusammen mit einem nichtkirchlichen Verein die finanzielle Verantwortung für eine volle Stelle in der Jugendarbeit gemeinsam, um Kirche mit anderen zu vernetzen. 

Und der Schwerpunkt der Kirchengemeinde in Puchheim liegt sehr stark auf der Gestaltung der Kasualien, denn über Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen etc. erreicht die Kirche die Menschen sehr intensiv – und wird auch sehr intensiv angefragt. Im Rahmen der Vorstellung dieser verschiedenen Projekte kam es zu intensiven Gesprächen. Es wurde deutlich, dass die Situationen in vielen Kirchengemeinden vergleichbar sind, und dass es immer wichtiger wird, Erfahrungen intensiver auszutauschen, um voneinander zu lernen.

 Dekan Stefan Reimers betonte, dass gerade überschaubare Dekanatsbezirke wichtige „Lernräume“ darstellen, in denen gelingende und nicht gelingende Aufbrüche von Kirche intensiv diskutiert werden können. Er stellte den Begriff des „Experimentierens“ in den Vordergrund: Kirche, die sich in vielen kleinen Schritten traut, neue Wege auf die Menschen zu zugehen, Verwaltungsstrukturen zu vereinfachen und mehr Zeit für die Menschen zu gewinnen. Landesbischof Dr. Bedford-Strohm unterstrich diese Perspektive, gerade auch die Ermutigung an Kirchengemeinden und Einrichtungen, Neues auszuprobieren – denn neben den erhofften Erfolgen kann auch der eventuelle Misserfolg oder die bittere Erfahrung des Scheiterns Christen nicht davon abhalten, Neues zu wagen. Insgesamt war dies eine ermutigende Begegnung, in der nicht so sehr die schwierige Gesamtsituation von Kirche im Mittelpunkt stand, sondern vielmehr das Ziel, möglichst offen und klar christlichen Glauben mit den Menschen immer wieder neu ins Gespräch zu bringen. 

Dekan Stefan Reimers

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