Deutsch-Polnisches Kochbuch kreiert - Bigos und Zupa Griessnockerl in der Mensa

FOS/BOS-Schulleiter Otto Kolbe strahlte beim Abschlussabend des Gegenbesuchs der jungen Gäste vom 6. bis 11. Oktober in Bayern über den gelungenen 6tägigen Ablauf der verschiedenen Unternehmungen und Kontakte. Es waren schöne Tage der Begegnung mit dem Sahnehäubchen eines gemeinsam erarbeiteten, zwei-sprachigen Kochbuchs, dank der vorzüglichen Übersetzung durch die polnische Begleiterin Anita Stec-Skrzypek.

Angebahnt hatte sich die schulische Verbindung mit Jaroslaw am San bereits vor 18 Jahren und wurde seither kontinuierlich aufrechterhalten. Erst im April 2008 war wieder eine deutsche FOS/BOS-Gruppe nach dort aufgebrochen - mit aufschlussreichen Eindrücken für die Teilnehmer über das nichtzentrale, polnische Provinzleben in der Nähe zur Ukraine. Schon die Bahnanreise über Prag - Krakau verlief äußerst spannend … „Aber die Gastgeberfamilien - einfach toll!“ wie Jürgen Schicke, 47, als FOS/BOS-Lehrer und auch diesmaliger Begleiter in Bayern (mit Eva Sixl) gern bestätigte. Es scheint offensichtlich, dass es jetzt den jungen Leuten aus Jaroslaw (Begleiter: Piotr Wojcik) auch hier mit allem Drumherum und Besuchszeitdruck gefallen hat. Zumal historische Bezüge zwischen beiden Ländern bestehen, auch über die Landshuter Fürstenhochzeit hinaus. Man besuchte das Deutsche Museum, erlebte München in einem historischen, professionell geführten Stadtrundgang, entdeckte an der Theatinerkirche ein bayerisch-polnisches Wappen, was auch für Lehrer Jürgen Schicke eine neue Erfahrung war. Natürlich war auch Schloß Neuschwanstein ein unumgängliches bayerisches Reiseziel, obwohl man dort eigentlich nur Japaner und US-Amerikaner sichtete. Und nicht zuletzt wurde Fürstenfeldbruck in einem Stadtrundgang intensiv erkundet. Der Abschlusstag war jedoch beherrscht von der gemeinsamen polnisch-deutschen Vorbereitung des Abschlussessens, dass vorzüglich gelang mit „Bigos“, einer Mischung aus Weiß-/Sauerkraut, Pilze, Tomatenmark, Zwiebel und zartem Fleisch (Zubereitung: Eva und Anita); „Karpatka“, einem Auflauf aus Mehl-Milch-Margarine-Eier-Zucker und „zwei Esslöffel einer Spirituose“ (Zubereitung: Anja, Dorota und Kevin); „Pierogi“, polnische Maultaschen aus Weizenmehl-Eigelb-Butter-Salz-Kartoffelbrei-Quark-Zwiebel-Pfeffer (Zubereitung: Sylwia und Verena). Schließlich, der Abschluß mit „Owocowa salatka“ (Obstsalat) mit Kirschgelee, Ananas-Scheiben, Bananen, Sahne und Vanillezucker (Zubereitung: Magdalena und Angela). Nicht zu vergessen, dass im Begleitbuch der gemeinsamen Koch-Bemühungen (Deutsch-Polnisches Kochbuch oder polnisch „Niemiecko-Polska Ksiazka Kucharska“) auch die „Griessnockerlsuppe Aufnahme fand: Da ‚Griessnockerl’ aber nicht übersetzbar war, beließ man es in der polnischen Fassung mit „Zupa Griessnockerl“ (Zubereitung: Benedikt Glemnitz/Tomek Bogdanowicz). An einen „Bayerischen Schweinebraten mit Biersauce“ wagten sich beim „Guten Appetit“ Daniel, Jakub, Basia und Ewa; Vollkornbrot („Chleb Razowy“) gab es von Laura und Julia. Mit sichtlicher Freude konnte Schulleiter Otto Kolbe seinen Vorgänger Wolfgang Dobersch beim Abschiedsessen begrüßen. Der hatte vor rund 18 Jahren den Reigen der regelmäßigen Schüleraustausch-Begegnungen mit Jaroslaw in der Brucker Berufsschule begründet. Ebenfalls anwesend waren Thomas Schlütsmeier vom Bayerischen Staaqtsministerium für Unterricht und Kultus sowie zwei Damen vom Bayerischen Jugendring, der den Schüleraustausch finanziell unterstützt. Alle weiteren Auskünfte zum Schüleraustausch der Staatlichen Fachober- und Berufsoberschule FFB, bei Schulleiter Otto Kolbe, Münchner Str. 67, 82256 Fürstenfeldbruck, Tel. 08141-53487-200, e-Mail: kolbe@bs-ffb.de

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