Ein Traum geht für Schreiner Markus Figl aus Fürstenfeldbruck in Erfüllung.

Schreiner Markus Figl fliegt zur WM nach Abu Dhabi

+
(v. li.): TSD-Präsident Steininger, Jäger (1. Platz), Probst-Sinell (2. Platz) Figl (3. Platz) und Jury-Vorsitzender Kiem.

Fürstenfeldbruck – Ein Traum geht für Schreiner Markus Figl aus Fürstenfeldbruck in Erfüllung. Unlängst zum besten Schreiner Bayerns gekürt, kehrte der junge Brucker auch erfolgreich vom Bundesleistungs-Wettbewerb des Tischler- und Schreinerhandwerks aus dem unterfränkischen Ebern zurück. Als drittbester Schreiner Deutschlands schaffte der 20-Jährige beim dem zweitägigen Wettbewerb den Sprung aufs „Stockerl“.

Zur Belohnung fliegt Figl im übernächsten Jahr nach Abu Dhabi und nimmt dort an den Berufs-Weltmeisterschaften (WorldSkills) teil. „Ich kann es noch gar nicht fassen“, freute sich Figl, der seine Ausbildung bei Lignum Arts in Fürstenfeldbruck absolviert hat. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung.“ Auch seine beiden Ausbilder, Schreinermeister und Designer Tobias Jung sowie Denis Dostmann, zugleich beide Geschäftsführer von Lignum Arts, freuten sich mit ihrem Gesellen über den großartigen Erfolg. „Es war sein Ziel von Beginn an“, sagte Jung. Und zugetraut haben sie ihrem ehrgeizigen Gesellen den Erfolg ohnehin. „Markus hatte von Anfang an eine klare Vorstellung von seinem Beruf, den er bereits seit frühester Kindheit anstrebte. Er war immer ein hochmotivierter und sehr engagierter Lehrling.“ Nach zwei intensiven und spannenden Wettkampftagen, an denen die 13 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet ihr handwerkliches Können unter Beweis stellen mussten, standen die Sieger fest. Fertigten mussten die Gesellen einen „Stummen Diener“. „Das hört sich vielleicht simpel an“, meinte Jung, „aber verlangt von den Teilnehmer eine starke Leistung, weil durch verschiedene Winkel und vier unterschiedliche handwerkliche Verbindungsarten eine sehr hoher Schwierigkeitsgrad bestand.“ 

In zweimal neun Stunden war höchste Konzentration von den Teilnehmern gefragt. Am Ende siegte Richard Jäger aus Brandenburg vor Hermann Probst-Sinell aus Berlin und Markus Figl aus Fürstenfeldbruck. Dass im Ergebnis alle 13 Teilnehmer eine Topleistung ablieferten, führt der Präsident des Fachverbandes Schreinerhandwerk Bayern, Konrad Steininger, auf das Talent, aber auch auf die richtige Einstellung und die vorbildliche Ausbildungsleistungen in den Betrieben zurück. Hier stehe die Art von Nachwuchs, die die Betriebe bräuchten, führte der erfahrene Schreinermeister und Unternehmer aus Bayern aus: jung, motiviert und mit Liebe zum Tischler- und Schreinerhandwerk. Normalerweise nimmt Deutschlands bester Schreiner an den Berufsweltmeisterschaften teil. Da aber sowohl der Sieger aus Brandenburg als auch der Zweite aus Berlin 2017 bereits älter als 22 Jahre alt sind und damit das Höchstalter für die Teilnahme an den WorldSkills überschritten haben, rückt Markus Figl als Drittplatzierter nach. „Das ist natürlich nochmal eine riesige Ehre für mich“, freute sich Figl über diese unverhoffte Chance. 

Der Brucker wird zusammen mit dem Bundessieger 2016 das Tischler-Schreiner-Nationalteam bilden und nach einer sechswöchigen intensiven fachlichen als auch psychologischen Vorbereitung in Rosenheim und Augsburg im Herbst 2017 bei den Weltmeisterschaften auf Medaillenjagd gehen. 

Dieter Metzler 

 

Meistgelesene Artikel

Rauschende Ballnacht

Fürstenfeldbruck – Über 550 begeisterte Tänzer haben den Jahreswechsel zusammen mit der Heimatgilde „Die Brucker“ im ausverkauften Stadtsaal …
Rauschende Ballnacht

Mülleimer peppen Stadtbild auf

Fürstenfeldbruck – Schülerunternehmen „Royal Trashmasters“ verschönert in Zusammenarbeit mit der Stadt Abfallbehälter der Innenstadt mit …
Mülleimer peppen Stadtbild auf

Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Hattenhofen/Mammendorf - Erneut ereignete sich auf der Bundesstraße 2 zwischen Hattenhofen und Mammendorf ein tödlicher Verkehrsunfall. Erst am 7. …
Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Kommentare