Im Pfarrverband Mammendorf eingesetzt – Kardinal Marx weiht ehemaligen Mesner und Hausmeister Tomislav Rukavina  zum Diakon 

Vom Mesner zum Diakon 

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Tomislav Rukavina wird als hauptberuflicher Diakon im Pfarrverband Mammendorf tätig sein

Mammendorf/Adelshofen  - Für Tomislav Rukavina hat sich seit dem 26. September einiges geändert: Der ehemalige Mesner und Hausmeister wurde im Münchner Liebfrauendom von Kardinal Marx zum Diakon geweiht. Von den insgesamt sechs Weihekandidaten werden vier als hauptberufliche Diakone arbeiten, darunter auch Tomislav Rukavina. ,,Ich bin für den Pfarrverband Mammendorf ausgesandt, mein Haupteinsatzort wird aber Jesenwang sein", erzählt der 46-Jährige. Gleichzeitig werde er sich aber im gesamten Pfarrverband um die Ministranten kümmern.

Zusammen mit seiner Frau und drei Teenager- Söhnen (Zwillinge mit 16 Jahren und ein 14-Jähriger) hat der Kroate vor einem Jahr das ehemalige Kloster der Schulschwestern in Adelshofen bezogen. Obwohl der Familienvater die Idylle sehr genießt, freut er sich auf seine neuen Aufgaben im Pfarrverband. ,,Ich habe mir vor einigen Jahren überlegt, Diakon zu werden und bei der Diozöse in München angefragt". Sein Ziel hat er jetzt erreicht. Bis dahin war es aber ein langer Weg. Eine gewisse Affinität zu Kirche und Glaube hatte Tomislav Rukavina schon immer, was ihn zu einem Theologiestudium in seiner Heimat veranlasste. Nach sechs Semstern hörte er auf, weil es ihn nach Deutschland ins westfälische Hagen verschlug. Acht Jahre arbeitete er dort in einer Fabrik, bis ihn die Sehnsucht nach Bayern trieb: ,,Ich wollte dort gerne mit meiner Frau leben. Also fing ich an, viele Bewerbungen zu schreiben", erinnert er sich. ,,Ich freute mich riesig, als ich die Mesnerstelle in Gröbenzell bekam. So bin ich wieder indirekt auf die Kirche gestoßen". Das war 1999, kurz nach der Geburt seiner Zwillinge. Und obwohl er 15 Jahre lang mit großer Freude als Mesner gearbeitet hat, wollte er mehr für die Menschen tun, mehr für sie da sein. ,,Ich begann eine Ausbildung zum Diakon und drückte nochmal die Schulbank", sagte Rukavina. Das bedeutete verschiedene theologische Fernkurse zu absolvieren, Hausarbeiten und Prüfungen zu schreiben. Abends musste er noch Stunden am Schreibtisch verbringen. Für Familie und Hobbies blieb kaum noch Zeit.

Als Diakon möchte Tomislav Rukavina für die Gemeinden da sein und sie begleiten. Die Menschenwürde stehe dabei an oberster Stelle. ,,Mir ist wichtig, keinen auszuschließen und nicht nur den katholischen Kern rauszugreifen", sagt er. Die Schule wird der Diakon weiter besuchen. Allerdings als Religionslehrer in der Grund- und Mittelschule Mammendorf, wo er eine dritte Klasse unterrichtet. Und er wünscht sich in Zukunft wieder mehr Zeit für seine Frau und die Söhne: ,,Es war in den letzten fünf Jahren sehr stressig, aber ich möchte meine Rolle als Familienvater nicht hinten anstellen".

Nicole Burk 

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