Leiter des Kommissariats Rauschgiftkriminalität der Kripo FFB gab Warnhinweis heraus 

5. Drogen-Toter im Zusammenhang mit Fetanyl

Fürstenfeldbruck  – Ein 36-jähriger Drogenkonsument ist der fünfte Drogentote dieses Jahres im Zuständigkeitsbereich der Kripo FFB im Zusammenhang mit Fetanyl.  Der Leiter des Kommissariats Rauschgiftkriminalität in FFB hat einen Warnhinweis herausgegeben. 

An den Folgen seines Drogenkonsums ist ein 36-Jähriger verstorben.  Am Abend des  28. 10. wurde er tot in seiner Wohnung in Fürstenfeldbruck aufgefunden. Eine Bekannte hatte  den 36-Jährigen gegen 19.30 Uhr leblos in seiner Wohnung liegend  entdeckt. 

 Der sofort verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Verstorbene war als Drogenkonsument bekannt. Die bei ihm aufgefundenen Utensilien deuteten auf die Einnahme von Fentanyl hin. Bei der   durchgeführten Obduktion bestätigte sich der Verdacht. 

Der 36-Jährige ist der fünfte Drogentote dieses Jahres im Zusammenhang mit Fentanyl im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck.

 Warnhinweis: EKHK Jürgen Dreiocker, Leiter des Kommissariats Rauschgiftkriminalität der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck, führt dazu aus: „Fentanyl ist ein starkes Schmerzmittel, das vom Betäubungsmittelgesetz erfasst wird. In seiner Wirkung wird es als ca. 80- bis 100-mal stärker als entsprechende Morphinpräparate beschrieben. Fentanyl hat sich in den letzten Jahren als beliebtes Ausweichmittel bei Drogenabhängigen etabliert. Der Wirkstoff ist in vor allem in Schmerzpflastern enthalten. 

Die Pflaster werden unter den Drogenabhängigen gehandelt, zum Konsum werden sie entweder gekaut oder der Wirkstoff wird ausgekocht und anschließend gespritzt. Die große Gefahr für den Konsumenten liegt vor allem darin, dass die Dosis nur schwer abzuschätzen ist und es daher immer wieder zu Überdosierungen kommt. Das traurige Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass heuer bei allen fünf Rauschgifttodesfällen im Dienstbereich der Fürstenfeldbrucker Kripo der Konsum von Fentanyl zumindest mitursächlich für den Tod war. Dazu kommen immer wieder Zusammenbrüche bzw. Beinah-Todesfälle. So musste erst vor drei Wochen ein 25-jähriger Fürstenfeldbrucker nach dem Konsum von Fentanyl vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus verbracht werden.“

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