Brucker Stadtrat Andreas Lohde (CSU) hat einen Vorschlag, wie sich die Zensurensammlung noch etwas aufpeppen lässt

Ehrenamt im Schulzeugnis

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Stadtrat Andreas Lohde

Fürstenfeldbruck – Bis zu den nächsten Zeugnissen dauert es nicht mehr lange. Und wer schon heute mit den Bewerbungen beginnt, für den, aber natürlich auch für alle anderen Schülerinnen und Schüler hat Kreis- und Stadtrat Andreas Lohde (CSU) einen Tipp parat, wie sich die Zensurensammlung noch etwas aufpeppen lässt. Wer sich außerhalb der Schule ehrenamtlich eingesetzt habe, so der Referent für Feuerlösch- und Rettungswesen und Lehrer am Graf-Rasso-Gymnasium, hat die Möglichkeit, dieses ehrenamtliche Engagement in einem Beiblatt zum Jahreszeugnis würdigen zu lassen. 

 „Gerade in Abschlusszeugnissen kann sich die schulische Bestätigung eines außerschulischen Engagements für den Bewerber bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in einem Betrieb oder einem Studienplatz an einer Hochschule positiv auswirken“, argumentiert Lohde. Mit dem Beiblatt zum Schulzeugnis sei zugleich auch ein erster wichtiger Schritt zur Verdeutlichung und Würdigung des ehrenamtlichen Engagements von Schüler/innen gemacht. „Außerdem ist es nicht schlecht, wenn der Schuldirektor weiß, was seine Schülerinnen/Schüler in der Freizeit so alles machen“, meint Lohde. Die Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit ist eine wichtige Grundlage des Zusammenlebens in der Gemeinschaft. Sie anzuregen und zu fördern gehört auch zu den erzieherischen Aufgaben einer Schule. Die Möglichkeit dieses ehrenamtliche Engagement anerkennen zu lassen, wurde bereits erstmals im Schuljahr 1994/95 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus geschaffen, ist aber vielen bis heute nicht bekannt.

Für eine Würdigung kommt in Betracht der ehrenamtliche Einsatz im sozialen und karitativen Bereich, im kulturellen Bereich, im Natur-, Landschafts- und Umweltschutz, in der freien Jugendarbeit, im Sport, sowie im sicherheitsrelevanten Ehrenamt. „Zum sicherheitsrelevanten Ehrenamt zählen beispielsweise das ehrenamtliche Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr, den Rettungsdiensten und dem THW“, erklärt Lohde. Gerade das hohe „Groß-Aufkommen“ der vergangenen Tage bei der Feuerwehr habe deutlich gemacht, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft ist. Durch die Würdigung einer solchen Tätigkeit, in der Lohde auch eine Unterstützung der Organisationen bei der Nachwuchswerbung sieht, sollen echte Hilfsbereitschaft und uneigennütziger, zusätzlicher Einsatz für die Gemeinschaft unterstützt werden, nicht eine besondere Geschäftigkeit oder Betriebsamkeit. Zum Verfahren weist Lohde auf den Stichtag 1. Juli hin. Die Erziehungsberechtigten oder – bei Volljährigkeit – die Schülerin bzw. der Schüler, die eine Bestätigung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wünschen, müssen bis zum ersten Juli einen entsprechenden Antrag, der von der jeweiligen Organisation auszufüllen ist, bei der Schule einreichen. Das Formblatt kann von der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (www.km.bayern.de) – Schule > Recht > Bekanntmachungen heruntergeladen werden.

 Dieter Metzler

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