Für eine Einführung von Parkgebühren auf sämtlichen Park-and-ride-Anlagen – Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Stadtmarketing tagte in FFB

Durch viele „Fremdparker“ präsentiert sich arbeitstäglich der Park-and-ride-Parkplatz am Brucker Bahnhof restlos überfüllt. Foto: Dieter Metzler

Für eine Einführung von Parkgebühren auf sämtlichen Park-and-ride-Anlagen am Fürstenfeldbrucker Bahnhof und in der Tiefgarage Buchenau sprach sich der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Stadtmarketing der Stadt Fürstenfeldbruck in seiner Sitzung am 22. November aus. Damit will die Stadt zum einen die zweckentfremdende Nutzung der für die Berufspendler vorbehaltenen Parkplätze niedrig halten, zum anderen soll das Defizit zur Unterhaltung der Anlagen gedrückt werden. Gegen die Stimmen der SPD-Fraktion wurde die Verwaltung beauftragt, ein einheitliches Gebühren- und Betriebskonzept sowie die Ausschreibungskriterien für eine privatwirtschaftliche Bewirtschaftung aller Park-and-ride-Anlagen im Stadtgebiet zu entwickeln.

Über die Höhe der Gebühren ist man sich noch nicht einig; sie soll sich zwischen 50 Cent und einem Euro pro Tag bewegen. Auch soll es kostengünstigere Zehnerkarten, Monats- und Jahreskarten geben. Die Höchstparkdauer soll auf 24 Stunden begrenzt werden. „Die Stadt verdient sich damit keine goldene Nase“, sagte Brucks zweiter Bürgermeister Johann Schilling (CSU) bei der Diskussion im Verkehrsausschuss. So belaste der Unterhalt der 256 Stellplätze in der Tiefgarage in der Buchenau den städtischen Haushalt jährlich mit 110.000 Euro. Mit einer Parkgebühr würde man zumindest die Unterhaltskosten teilweise gegenfinanzieren. Für ihn habe die Erhebung einer Parkgebühr auch einen erzieherischen Aspekt, so Schilling. Der Stellplatzmangel auf der Park-and-ride-Anlage am Brucker Bahnhof werde insbesondere durch Schüler des nahegelegenen Gymnasiums verursacht. Um ein Ausweichen der Autofahrer zwischen den beiden Park-and-ride-Stellplätzen vorzubeugen, soll eine einheitliche Gebühr für die ca. 700 Stellplätze am Brucker Bahnhof und am Bahnhof Buchenau sorgen. Nur so könne man der regelmäßigen Überbelegung entgegenwirken, meinte Klaus-Peter Ernst (CSU). Eine Gefahr sehe er allerdings dann für den Parkplatz in Eichenau. Die Bahn als Eigentürmer der Grundstücke hat gegen eine Parkraumbewirtschaftung keine Einwände, so lange keine steuerlichen Belastungen für sie dadurch ausgelöst werden. Nach Aussage des Geschäftsführers der Park-and-ride GmbH München, Wolfgang Großmann, würden durch die Einführung von Parkgebühren lediglich die anfallenden Betriebskosten bis zu zwei Drittel gedeckt werden. Die GmbH, die alle Park-and-ride-Anlagen in München sowie acht weitere in der Region betreibt, zeigt auch Interesse an den Brucker Park-and-ride-Stellplätzen. Da durch die Verdrängung der Fremdparker eine Belastung der angrenzenden Wohngebiete zu befürchten ist, werde die Stadt darüber hinaus prüfen müssen, ob zum Schutz der Anwohner eine Anwohnerparkregelung notwendig ist, teilte der Sachgebietsleiter für die städtischen Liegenschaften, Andreas Hofmann, mit. In der politischen Debatte sprach sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Axel Lämmle gegen die Einführung von Parkgebühren aus. „Das trifft die Klientel, die wir uns eigentlich wünschen, nämlich die Menschen, die das öffentliche Verkehrsmittel benutzen.“ Mehr Kontrollen forderte SPD-Verkehrsreferent Mirko Pötzsch. Er vermisse ebenso wie Hardy Baumann (BBV), Reiner Dieffenbach (Grüne) und Dr. Andreas Kurz (FDP) ein gesamtstädtisches Parkraum-Bewirtschaftungskonzept. So sei nicht einsehbar, warum in der Hauptstraße, am Veranstaltungsforum oder auf dem Volksfestplatz gebührenfrei geparkt werden könne.

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