Am 01. Oktober 2015 eröffnete die Caritas das "Brucker Fenster" an der Ecke Schöngeisinger Straße/Hauptstraße in Fürstenfeldbruck

Eröffnung des "Brucker Fenster"

+
Dekan Albert Bauernfeind und Prälat Hans Lindenberger segnen den Weltladen, Kreisgeschäftsführerin Claudia Ramminger hält das Kreuz, das nach der Segnung einen Platz neben dem Eingang des Ladens erhielt.

Fürstenfeldbruck – In bester Brucker Geschäftslage eröffnete die Caritas am ersten Oktober einen Eine-Welt-Laden. Im Erdgeschoss des ehemaligen „Uhlhauses“ an der Ecke Schöngeisinger Straße/Hauptstraße, wie das mächtige Gebäude unter den alteingesessenen Bruckern noch heute allgemein bekannt ist, entsteht mit dem „Brucker Fenster“ ein Treffpunkt, der den Weltladen, das Hofcafé und einen Gebrauchtbuchladen vereint.

Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung feierten Mitarbeiter und geladene Gäste mit einem kleinen Empfang und einer kirchlichen Segnung die Fertigstellung des neuen Treffpunkts. „Wir wünschen uns, dass das Brucker Fenster ein Treffpunkt für viele Menschen wird, dass wir im Brucker Fenster viele Veranstaltungen zu wichtigen Themen rund um „Gott und die Welt“ haben und als Caritas und Kirche Gesicht zeigen“, sagte die Kreisgeschäftsführerin der Caritas, Claudia Ramminger bei der Begrüßung und ließ die letzten Monate bis zur Fertigstellung Revue passieren.

Als einen „Kraftakt“ bezeichnete Ramminger den Weg von der Idee bis zur Realisierung des Brucker Fensters. Der Eigentümer des Gebäudes, Werner Friedl, bot der Kreisgeschäftsstelle, die ohnehin seit 2007 im Gebäude beheimatet ist, im März 2014 an, auch das Erdgeschoss zu mieten, nachdem die Commerzbank ausgezogen war. Ein starker Interessent, der aus der ehemaligen Bank ein Lokal machen wollte, hätte fast das Rennen gemacht. „Es war zwei Minuten vor zwölf“, sagte Friedl, nachdem der Caritas-verbandsinterne Klärungsweg erfolgreich genommen war und der Mietvertrag abgeschlossen werden konnte.

Bei mir ist sie mit der Idee offene Türen eingerannt“, sagte Brucks Dekan Albert Bauernfeind, als Ramminger ihn spontan um Rat gefragt hatte. Er habe immer gedacht, hoffentlich ist die Caritas schon auf dem Sprung, als er an der geschlossenen Bank vorbeiging. Diözesan-Caritasdirektor, Prälat Hans Lindenberger, erzählte von einem beeindruckenden Erlebnis, dass er von einem Büchercafé in Rosenheim in Erinnerung hatte. „Das war noch tief in mir verwurzelt und dann kommt ihr mit eurer Idee.“ Brucks dritte Bürgermeisterin, Karin Geißler, gefiel der Name „Brucker Fenster“ für den Weltladen. „Gott sei Dank, hat nicht wieder eine Bank oder der siebte Brillenladen hier eröffnet.“ Die Kreisgeschäftsführerin dankte allen an der Mitgestaltung und Umsetzung der Idee beteiligten Personen, haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere dem Architekten Wolfgang Görl. Den Umbau und die Erweiterung machten auch lokale Unternehmen wie die Volks- und Raiffeisenbank und die Sparkasse möglich, bei denen sich Ramminger für die Unterstützung bedankte.

Die zentrale Lage des Erdgeschosses im Caritas-Zentrum sei ein attraktiver Standort mit mehreren Angeboten für die Menschen in Fürstenfeldbruck, hofft Ramminger auf viele Kunden. Das Hofcafé, das bisher im Rückgebäude des Zentrums untergebracht war, bietet nach dem Umzug nun kalte und warme Getränke, selbstgemachte Kuchen, eine warme Mittagskarte und Snacks mit Schaufenster zur Hauptstraße an. Der Gebrauchtbuchladen, der bereits seit zehn Jahren existiert, verkauft seine Bücher nun im Brucker Fenster, der Laden in der Kapuzinerstraße wird als Lager genutzt. Das Hofcafé und der Gebrauchtbuchladen sind Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte für Menschen, die aus verschiedensten Gründen auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht mehr Fuß fassen können. Sie bekommen durch die Beschäftigung eine Chance, am sozialen Leben und Stadtgeschehen teilzuhaben. Arbeitsanleiter und Sozialpädagogen der Caritas begleiten die Beschäftigten der Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte, die Kosten dafür trägt der Bezirk. Für den Weltladen wurde eine eigene, von der Caritas unabhängige Genossenschaft gegründet. Es werden Fair-Trade-Produkte wie Schokolade, Kaffee, Tee, Gewürze aber auch Schmuck, Tücher und kleine kunsthandwerkliche Gegenstände verkauft. 

Dieter Metzler

Meistgelesene Artikel

"Wenn es viel schneit wird es schon stressig"

Fürstenfeldbruck – Rund 45 Mitarbeiter arbeiten beim Bauhof in Fürstenfeldbruck und kümmern sich um Straßenarbeiten, Reparaturen und …
"Wenn es viel schneit wird es schon stressig"

Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Hattenhofen/Mammendorf - Erneut ereignete sich auf der Bundesstraße 2 zwischen Hattenhofen und Mammendorf ein tödlicher Verkehrsunfall. Erst am 7. …
Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Rauschende Ballnacht

Fürstenfeldbruck – Über 550 begeisterte Tänzer haben den Jahreswechsel zusammen mit der Heimatgilde „Die Brucker“ im ausverkauften Stadtsaal …
Rauschende Ballnacht

Kommentare