Einsame Klasse - Die Mädels des letzten Kunstleistungskurs der K 13 im Gröbenzeller Gymnasium präsentieren ihre Werke

Der Kunstleistungskurs der K13 im Gröbenzeller Gymnasium bei der Präsentationseröffnung

Die Mädels der K13 präsentierten der Öffentlichkeit aus Mitschülern, Freunden und Eltern kurz vor dem Abiturbeginn im März nach monatelangen Vorbereitungen ihre erarbeiteten „Sieben Versuchungen“. Die achte war das angebotene „Catering“. Kunstlehrerin Sabrina Grünauer zeigte sich hochzufrieden über die Ergebnisse in der Aula des Gymnasiums. Die Kursteilnehmerinnen dankten ihr mit Blumen.

Männliche Teilnehmer waren diesem ausschließlich weiblichen Kunstleistungskurs leider schon im Vorjahr durch den Abiturschnitt abhanden gekommen. Jedoch: Christine Bräu, Julia Fuchs, Kristina Huber, Isabell Lindhofer, Nora Siegel, Isabelle Weiland bewiesen mit ihren vorgestellten Creationen, dass man auch ‚ohne Jungs’ ganz gut bestehen kann: Mit überraschenden Ideen, sicherer Materialbeherrschung und viel Fleißarbeit. Julia Fuchs zauberte ein bestechend schönes Mosaikbild aus kleinen, mattglänzenden, dreifarbigen Steinquadraten: Unverkennbar das Porträt (mit langer Zigarettenspitze) der Schauspielerin Audrey Hepburn aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“. Ihre Mutter hierzu: „Mein Gott, bin ich froh, dass das endlich von unserem Fußboden weg ist …“ Daneben von Isabelle Weiland die Bildkomposition „Daphne“ in Mischtechnik (Öl auf Holz/Papierfetzen) sowie die glasiert gebrannte Ton-Büste der Sagengestalt „Echo“. Dazu Schriftliches - bildlich ergänzt - auf großformatigem, kostbaren Büttenpapier in passenden alten Schriften. Kristina Huber dokumentierte über mehrere Bildphasen das Thema „Bestellung“ in einer fast surrealistischen Auslegung. Ihre in Mischtechnik mit Globus erstellten „Gewichtungen“ lassen den Globus auf einer Waage leichter erscheinen als die Probleme, die er trägt. Ganz witzig, aber mit genauer Beobachtung kontinentaler menschlicher Eigenheiten und sonstiger Auffälligkeiten formte Isabell Lindhofer für jeden der fünf Erdteile eine eigene Schuh-Version. Ausgestellt auf einer jeweils eigenen Stele und unverkennbar europäisch, asiatisch, afrikanisch, amerikanisch und australisch. Nora Siegel schuf einen auf den ersten Blick kostbar zu nennenden Armreif als Einzelstück. Christine Bräu setzte in ihrer „Haute Couture“ oder „Die Synthese der Künste“ auf märchenhafte Bekleidungen, von „Schneewittchen“ bis „Gretel“ und zu anderen bekannten Figuren. Desweiteren im Kunstleistungskurs - ohne eigene Ausstellung - Charlotte Schefe. Vom parallel laufenden Musikleistungskurs stellte Theresa Wenhart im gleichen Raum farbige Skizzen zu der musikalisch abhörbaren „Synästhesie“ aus. Ein gelungener Abend, für alle, die dabei waren. Ein Abend, der leider den Verlust des Kunstleistungskurses durch das G8 auch hier deutlich machte.

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