Israel. Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser verlässt München Ende Juli 2013

Spaenle: Planungen für Gedenkraum   Opfer des Olympia-Attentats bis Sept. 2013 umgesetzt

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Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, Botschafter Yaakov Hadas-Handelsmann, der stellv.  bayerische Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie,  Martin Zeil und der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus,  Dr. Ludwig Spaenle zünden gemeinsam eine Kerze zu Ehren Israels 65. Unabhängigkeitstages an.

Fürstenfeldbruck/München  –   Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, der sich mit dem Landratsamt  FFB und Minister Spaenle  für die Einrichtung einer  Erinnerungsstätte  für die Opfer des Olympia-Attentats einsetzt, wird nach zweijähriger Tätigkeit Ende Juli 2013 nach Israel zurückkehren. Das kündigte der Generalkonsul am 16. April beim Empfang zum  65. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel in München an. Die Planungen für einen Gedenkraum sollen lt. Spaenle bis zum  5. September 2013 abgeschlossen werden. 

 

Am 16. April 2013 - nach dem jüdischen Kalender 5 Ijar 5773 - feierte das Generalkonsulat des Staates Israel mit hochrangigen Gästen und Freunden in München den 65. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel.

Der Empfang fand im Leonardo Royal Hotel München statt und neben dem Gastgeber,  Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, eröffneten der israelische Botschafter in Deutschland,  Yakov Hadas-Handelsmann, der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie,  Martin Zeil, und der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, die Feierlichkeiten. 

 Der Generalkonsul kündigte an, dass er Ende Juli 2013 nach Israel zurückkehren werde und bedankte sich für die herzliche Gastfreundschaft Bayerns. In seiner Rede drückte er seine große Wertschätzung für die richtungsweisende bayerisch-israelische Absichtserklärung im Bereich Erziehung aus, die der bayerische Staatsminister Dr. Spaenle mit seinen israelischen Partnern im November 2011 in Jerusalem unterschrieben hat. Auch betonte der Generalkonsul, dass "in Israel neben Milch und Honig auch ein Meer an Innovationen fließt." Davon konnten sich Minister Zeil und seine 60-Mann-starke Delegation vor zwei Wochen bei ihrer Israelreise überzeugen: „Bayern und Israel sind zwei Innovationsmotoren und Schrittmacher bei Zukunftstechnologien. Insbesondere die erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien eröffnen unseren beiden Ländern vielfältige neue Geschäftsfelder und Kooperationsmöglichkeiten. So reift zum Beispiel bayerischer Wein mit israelischer Technologie – ein Paradebeispiel für gelungene bayerisch-israelische Zusammenarbeit!“ sagte  Minister Zeil. 

  Staatsminister Dr. Spaenle unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit des bayerisch-israelischen Austausches von Jugendlichen, Schülern und Lehrern. Darüber hinaus sprach er den geplanten Gedenkraum für die elf israelischen Sportler und den deutschen Polizisten an, die 1972 beim Olympia-Attentat ermordet wurden: "Die Planungen zum Gedenkraum sollten bis zum 41. Gedenktag [5. September 2013] abgeschlossen sein." Der Botschafter,   Yaakov Hadas-Handeslmann sagte in seiner Rede, "dass wir fortwährend daran arbeiten werden, die deutsch-israelischen Beziehungen zu vertiefen, ohne jedoch die Vergangenheit zu vergessen."

 Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Kinderchor HaSamir des Jugendzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern unterstützt. Einen heiteren Abschluss bildete eine israelische Tanzvorführung, geleitet von dem israelischen Choreografen Yaron Malichi.


Landrat Thomas Karmasin zum bevorstehendem Abschied  im Generalkonsulat des Staates Israel in München: "Tibor Shalev Schlosser hat in seiner kurzen Amtszeit nicht nur die Botschaft in München aufgebaut, er hat auch im Landkreis Akzente gesetzt. Die würdige Gedenkfeier anlässlich des 40. Jahrestages des Olympiaattentats im September letzten Jahres hat er stark unterstützt. Insbesondere hat er die Kontakte mit den Überlebenden und Hinterbliebenen in Israel hergestellt. Auch die Planungen zu einer Gedenkstätte auf dem Fliegerhorst hat er im Hintergrund stark unterstützt. Mich verbindet inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis mit ihm, ich habe mich sehr gefreut, dass er persönlich bei mir vorbeikam, um sich zu verabschieden. Ich bedauere, dass er nach Israel zurückgeht, wir haben uns aber fest vorgenommen, in Kontakt zu bleiben."

redkb

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