Erfolgreicher Handballtrainer des TuS FFB muss zum Saisonende gehen - Erfolg im Sport ist keine Job-Garantie

Erfolg zu haben ist nicht gleichbedeutend mit einer „Job“-Garantie. Diese bittere Erfahrung musste der Handballtrainer des TuS Fürstenfeldbruck, Robert Hofmann, in der vergangenen Woche machen. Dem 41-jährigen Trainer des Bayernliga-Tabellenführers, der sich mit der Mannschaft auf bestem Weg befindet, Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga zu feiern, wurde von der Beendigung seines Vertrages zum Saisonende völlig überrumpelt. Ein Trainer als das so genannte schwächste Glied in einem Kollektiv sitzt ohnehin auf einem Schleudersitz. Stellt sich der von der Vereinsführung gewünschte Erfolg nicht ein, wird er in der Regel als erstes entlassen. Aber dass auch ein erfolgreicher Trainer seinen Hut nehmen muss, das stellt doch schon eher die Ausnahme dar.

Handball-Manager Erich Raff begründete die Entscheidung damit, dass der Verein den zum Saisonende aus gesundheitlichen Gründen als Spieler der ersten Mannschaft aufhörenden Martin Wild längerfristig an den Verein binden möchte und ihm deshalb den Trainerposten anbot. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen und stellt keine Entscheidung gegen Trainer Hofmann dar, sondern für den Verein“, versuchte Raff die mitten in der Saison doch recht ungewöhnliche Maßnahme zu rechtfertigen. Selbst auf die Gefahr hin, dass dabei Meisterschaft und Aufstieg verpasst werden, hielt man an der gemeinsam von ihm, Abteilungsleiter Robert Schall und dem Spielerrat gefällten Entscheidung fest, so Raff. Der Grund der Vertragskündigung liege aber weder in der Arbeit von Hofmann noch in seiner Person, betonte Raff ausdrücklich, sondern an den Planungen des Vereins. Man wolle Martin Wild, der beim TuS seit über zehn Jahren als Spieler und als Trainer aktiv ist, unbedingt halten, wenn er zum Saisonende seine aktive Laufbahn beendet. Der Gefahr, dass der noch Bayernliga-Kapitän Wild, der derzeit auch sehr erfolgreich die zweite Mannschaft coacht, nach seinen Karriereende die Bindung an den Verein verliere und womöglich von einem anderen Verein abgeworben werden könnte, wolle man von vornherein einen Riegel vorschieben. „So einen erfahrenen Spieler mit zugleich entsprechenden fachlichen Trainerqualitäten wollen wir selbst behalten“, so Raff. Wild selbst traut sich die Aufgabe zu, signalisierte er dem Verein nach einigen Tagen Bedenkzeit. Auch aus Sicht der Jugendarbeit im Verein passe die Entscheidung ins Konzept des Vereins, so Raff. Der noch amtierende Trainer Hofmann genießt gleichwohl bis zum Saisonende das vollste Vertrauen von Mannschaft und Funktionäre, so Raff.

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