Bürger und Geschäftsleute eröffnen offiziell neugestalteten Geschwister-Scholl-Platz

"Nicht der geilste, aber ein toller Platz"

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Alt-OB Sepp Kellerer (Mitte) mit Gattin Leni stiftete 3.700 Euro für die Stadtkapelle (li.) der 1. Vorsitzende Dieter Volkmer, (re.) der Leiter und Dirigent Paul Roh
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Kaum hatte das Fest begonnen, strömten auch schon die Menschen herbei und suchten wegen der großen Hitze vornehmlich ein schattiges Plätzchen
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Die Brucker Stadtkapelle spielte zur Wiedereröffnung des Geschwister-Scholl-Platzes auf
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Drei Damen des Forum 31 boten südamerikanische Spezialitäten an.
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Die vielen Besucher lauschten der Musik der Brucker Stadtkapelle
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Der 1. Vorsitzende des Gewerbeverbandes, Franz Höfelsauer, verkaufte mit einer Glücksfee Lose.
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Noch nicht offiziell eröffnet, nahmen die ersten Besucher schon Platz
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Bürgermeister Erich Raff (li.) und Markt- und Veranstaltungsreferent Markus Droth, stießen auf eine gelungene Umgestaltung des Geschwister-Scholl-Platzes an

Fürstenfeldbruck – Besser konnte die offizielle Eröffnung des umgestalteten Geschwister-Scholl-Platzes am 10. September nicht ablaufen. Bei strahlendem Sonnenschein bevölkerten schon lange vor der offiziellen Eröffnungsfeier gutgelaunte Menschen den Platz. Und als dann die ersten Klänge der Brucker Stadtkapelle unter der Leitung von Dirigent Paul Roh ertönten, strömten Alt und Jung aus allen Richtungen herbei.

Magnetischer Anziehungspunkt war und vor allem bei Kindern der neue Brunnen mit seinem Wasserspiel. „Bei schönem Wetter ein Selbstläufer“, sagte der amtierende Bürgermeister Erich Raff bei seiner Ansprache. Er wolle sich aber nicht mit fremden Federn schmücken, meinte Raff bei einem Blick zurück und die Lorbeeren einheimsen für die Umgestaltung des Platzes. Die stehen zwei anderen Personen zu, so Raff, und begrüßte damit zugleich den Alt-OB Sepp Kellerer sowie den noch im Krankenstand befindlichen OB Klaus Pleil. Dass daran gleich zwei OBs beteiligt waren, deute zugleich daraufhin, dass sich die Stadt schon seit längerer Zeit mit der Umgestaltung beschäftigt habe. „Es ist ein schöner Platz geworden“, findet Raff. „Und was ich so mitbekommen habe, wird der Platz auch sehr gut angenommen. Es ist nicht der geilste Platz, dafür haben wir uns den Viehmarktplatz vorbehalten, aber es ist ein ganz toller Platz geworden.“

Einnahmen zugunsten der Bürgerstiftung

Die aufgestellte Stele, die an die Geschichte der Geschwister-Scholl, aber auch an die Zusammenhänge mit Olympia und Otl Aicher erinnert, wurde von der ehemaligen Schülerin des Viscardi-Gymnasiums, Anna Greil, geschaffen. Die Gymnasiastin hat im Rahmen ihres Kunst-Leistungskurses den Wettbewerb seinerzeit gewonnen. Organisiert wurde der Eröffnungstag von der Verwaltung der Stadt, zusammen mit dem Gewerbeverband und „ffbistbesser“. Alle Betriebe und Unternehmen rund um den Geschwister-Scholl-Platz beteiligten sich mit eigenen Aktionen am dem Fest. Es fand eine Tombola mit Preisen statt. 750 Lose wurden an den Mann/die Frau gebracht. Jedes dritte Los gewann, und der Erlös sowie auch der Erlös durch den Getränkeverkauf fließt in die Stadtstiftung zugunsten der „Bürger in Not.“

"Mir gefällt er und ich habe den Eindruck, den Bürgern gefällt er auch"

Neben der Stadtkapelle sorgte am Nachmittag die Jakarta Blues Band für Unterhaltung. „Ich bin weitgehend begeistert“, sagte der in der Nähe des Geschwister-Scholl-Platzes wohnende Helmut Zierer. „Das lange Warten hat sich doch letztendlich gelohnt. Die Stele, die sehr umfangreich an das Schicksal der Namensgeber des Platzes erinnert, finde ich besonders gelungen.“ Altoberbürgermeister Sepp Kellerer meinte: „Der Platz hat mir immer schon gefallen, weil man eigentlich hier viel machen kann. Jetzt ist er natürlich ideal, vor allem mit diesem herrlichen Brunnen.“ Und SPD-Stadtrat Walter Schwarz beantwortete die Frage, wie ihm der Platz gefalle, kurz und knapp mit: „Mir gefällt er und ich hab den Eindruck, den Bürgern gefällt er auch. Die Möblierung ist halt ein wenig modern.“

Brucks Integrationsreferent Willi Dräxler bezeichnete den Platz als einen Treffpunkt für den internationalen Publikumsverkehr hier im Brucker Westen, dem Multi- Kulti-Stadtteil der Kreisstadt. Und Elisabeth Bagnoli sagte: „Der Platz hat durch die Umgestaltung eine hundertprozentige Aufwertung erfahren. Ich weiß nur nicht, was die Holzaufbauten zu bedeuten haben, und ich würde mir noch ein paar mehr Bäume wünschen.“ Alt-OB Sepp Kellerer, dem schon immer die Brucker Stadtkapelle sehr am Herzen liegt, und der an seinem 70. Geburtstag auf Geschenke verzichtete und seine Gäste um eine Spende für die Brucker Stadtkapelle bat, überreichte im Rahmen der Feier dem ersten Vorsitzenden Dieter Volkmer die stolze Summe von 3.700 Euro. „Die Stadtkapelle ist heute, dank der tollen Nachwuchsarbeit in den vergangenen Jahren, gut aufgestellt“, sagte Kellerer. „Ich weiß, dass noch verschiedene Instrumente auf der Wunschliste stehen. Auch für das Jubiläumsjahr 2017 kann sicherlich noch der ein oder andere Euro gebraucht werden.“ Volkmer bedankte sich herzlich bei Kellerer für diese Geste.

Dieter Metzler

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