Großer Schulsanitäterdiensttag  im Graf Rasso-Gymnasium

Schüler üben Erste Hilfe

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Die Schulsanitäter wurden auf ,,Herz und Nieren" getestet.

Fürstenfeldbruck - Insgesamt 113 Schulsanitäter und 25 Helfer nahmen am 30. Juni am ersten Schulsanitätsdiensttag im Graf-Rasso-Gymnasium teil. Eingeladen waren alle Gymnasien und Realschulen im Landkreis, die Schulsanitäter haben. Von 9 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags drehte sich auf dem Außengelände und im Innenbereich der Schule alles um Erste-Hilfemaßnahmen bei Not- oder Unfällen.

  Eine der Organisatorinnen ist Luisa Rost, die schon seit über fünf Jahren als Schulsanitäterin tätig ist und gerade ihr Abitur gemacht hat: ,,Das ist im Prinzip ein kleiner Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer ihr Wissen auffrischen können und sich bestimmten Situationen stellen müssen. Am Ende entscheiden Schiedsrichter aus verschiedenen Organisationen sowie ehemalige Schulsanitäter, wer am besten abgeschnitten hat". Der Ablauf bestand aus acht Fallbeispielen, anhand derer die Schulsanitäter zeigen sollten, wie gut sie die Patienten versorgen können. 

Neben den realistischen Unfalldarstellungen mit Verletzten (Protagonisten), gab es eine Reanimationsstation und die Besichtigung der Rettungstransportwagen, mit Fragen zu Equipment und Anwendung. In einem Vortrag des Kriseninterventionsteams wurde verdeutlicht, wie man sich in außergewöhnlichen, psychischen Extremsituationen verhalten soll. Ein Notarzt erklärte ausserdem, was bei einem Polytrauma zu beachten sei, wie Schulsanitäter damit umgehen und was sie beachten müssen. Zusätzlich mussten sich die Schüler der Situation stellen, die bei einem Unfall mit mehreren Verletzten gegeben ist. ,,Hier geht es im Wesentlichen darum zu zeigen, wie man mit fremden Personen kommuniziert, sich mit anderen Sanitätern austauscht und vor Ort die Ruhe bewahrt", erklärt Luisa Rost. 

Als langjährige Schulsanitäterin weiss sie, worauf es in diesem ,,Job" ankommt. ,,Jeder Schüler ab der 9. Klasse kann in den Schulsanitätsdienst eintreten. Alle Interessenten bekommen eine Ausbildung zum Sanitätshelfer, d.h. die Ausbildungszeit beträgt ca. 1 Monat und man kann sogar als 3. Mann/ Frau im Rettungswagen mitfahren oder man kann eine spezielle Ausbildung zum Schulsanitäter machen", erzählt sie. Aktuell gibt es im Graf-Rassso-Gymnasium etwa 20 Schulsanitäter. Immer drei Schulsanitäter haben gleichzeitig Dienst und werden bei einem Notfall per Funkgerät alarmiert: ,,Dann ist es wichtig, dass man die Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden kann, wie Blutdruck und Vitalfunktionen messen und auch den Patienten die Angst nimmt. Bei kritischen Situationen sollte man diese richtig einschätzen können", so Luisa. Zu den häufigsten körperlichen Beschwerden der Patienten gehören offene Wunden an den Extremitäten, Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden oder Schmerzen im Bauchbereich. 

Die Schulsanitäter begleiten den Schüler (oder Lehrer) in das Sanitätszimmer und treffen Maßnahmen wie Wundversorgung, entsprechende Lagerung und Blutdruckmessen. ,,In den meisten Fällen betreut man den Patienten, bis er von einem Erziehungsberechtigten abgeholt wird und dann einen Arzt aufsucht. Liegt eine schwere Erkrankung vor, übergeben die Schulsanitäter den Patienten an den Rettungsdienst und versorgen ihn solange, bis der Rettungswagen eintrifft", erklärt Luisa. Für den ersten Schulsanitätsdiensttag am Graf-Rasso-Gymnasium war es ihr wichtig, dass die Schulsanitäter möglichst viel neues Wissen mitnehmen, gängige Abfolgen wiederholen können und vor allem einen schönen Tag haben.

 Nicole Burk

 

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