Ein erster Schritt

MdL Kathrin Sonnenholzner kandidiert erneut für den Landtag, SPD-Kreisvorsitzender Michael Schrodi und Versammlungsleiter Peter Braun gratulierten. Foto: Metzler

Die Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner aus Jesenwang tritt im kommenden Jahr als Direktkandidatin für die SPD im Stimmkreis 117 (Fürstenfeldbruck-Ost) zu den Landtagswahlen in Bayern an. Auf der Nominierungsversammlung in der Olchinger Gaststätte Cantina erhielt die 56-jährige Ärztin 96,43 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der 38-jährige Lehrer, Martin Eberl aus Eichenau, erhielt einstimmig das Vertrauen der 56 Delegierten als Kandidat für die Wahl in den Bezirkstag. Beide Bewerber hatten keine Gegenkandidaten.

Es wundere ihn nicht, meinte der SPD-Kreisvorsitzende Michael Schrodi, dass die CSU nervös werde. Das liege an den besseren Kandidaten, die die SPD im Vergleich zum CSU-Stimmkreisabgeordneten Reinhold Bocklet habe. „Wir wollen den Wechsel im Bund und in Bayern“, so Schrodi, der bekanntlich selbst für den Bundestag kandidiert. Schrodi dankte Sonnenholzner für ihre hervorragende Arbeit. Die Chancen für sie, unter einem Ministerpräsidenten Christian Ude gar Ministerin zu werden, stünden gut, meinte Schrodi. „Machen wir heute den ersten Schritt dazu“. Und so schlug der Kreisvorsitzende Sonnenholzner als Kandidatin vor. Die Jesenwanger Ärztin, die seit 2003 im Bayerischen Landtag sitzt, ist Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt und Gesundheit der SPD-Landtagsfraktion sowie gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion. Bevor Sonnenholzner zu einem Rundumschlag gegen den politischen Gegner ausholte, erinnerte sie daran, dass bei der letzten Wahl, als die CSU unter 50 Prozent fiel, alle Parteien vom Verlust der CSU profitiert hätten, nur die SPD nicht. Sie sei sich sicher, das werde mit Ude anders, der laut Umfrage zum beliebtesten Politiker Bayerns avancierte, nur die Umfrage werde unterschlagen. „Seit bekannt ist, dass Ude kandidiert, sind wir plötzlich auch wieder an der Spitze in der Opposition.“ Der Einsatz für soziale Gerechtigkeit und gegen rechtes Gedankengut waren schon 1974 ihre Beweggründe für den Eintritt in die SPD. „So kann man keine Politik machen. Ein Ministerpräsident, der durch die Lande zieht und allen alles verspricht“, verurteilte Sonnenholzner die Politik des amtierenden Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Auch im Landkreis gehe die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Das sei nicht hinnehmbar. Die Bildungspolitik befinde sich ebenfalls in einer Schieflage, eine Chancengleichheit sei nicht gegeben. Unter einer SPD-Regierung würden die Studien-gebühren abgeschafft und die Finanzämter aufgestockt. Die von der CSU geführten Diskussionen um das Betreuungsgeld bezeichnete sie als unterirdisch. Auch die Inklusion möchte Sonnenholzner fördern. 54 von 56 Stimmen, bei einer Enthaltung und einer Nein-Stimme erhielt Kathrin Sonnenholzner einen überzeugenden Vertrauensbeweis. Für den seit 2009 die Eichenauer SPD-Ortsgruppe führenden Martin Eberl gab Olchings Bürgermeister Andreas Magg den Weg frei und erklärte, dass er nicht mehr kandidieren wolle, weil er sich auf seine Arbeit als Bürgermeister konzentrieren will. Eberl möchte sich vornehmlich für bessere Arbeitsbedingungen und bezahlbaren Wohnraum einsetzen.

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