Erstmals lobt die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck einen Handwerkerpreis aus - Bewerbungskriterien sind Beschäftigung und Ausbildung

Sie stellten die Konzeption im Brucker Rathaus vor (von links): Harald Volkwein (stellvertr. Kreishandwerksmeister), Franz Höfelsauer (Kreishandwerksmeister), Johann Schilling (2. Bürgermeister), Jürgen Koller (Wirtschaftsförderer). Foto: Dieter Metzler

In Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Fürstenfeldbruck und der Handwerkskammer für München und Oberbayern lobt die Große Kreisstadt heuer erstmals einen Handwerkerpreis aus. Mit der Auszeichnung will man die besondere Wertschätzung der örtlichen Handwerksbetriebe zum Ausdruck bringen. Bei jährlich wechselnden Bewertungskriterien lautet das Motto für heuer Beschäftigung und Ausbildung. Es werden drei Betriebe pro Jahr jeweils beim Wirtschafts-Empfang der Stadt, erstmals heuer am 30. März, ausgezeichnet. Das Handwerk diene nicht nur als eine feste und unverzichtbare Säule der heimischen Wirtschaft, sondern sei auch Garant für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, begründete Brucks zweiter Bürgermeister Johann Schilling die Unterstützung durch die Stadt. „Das sind zwei wesentliche Faktoren für eine gut funktionierende lokale Wirtschaft“, sagte Schilling zur Festlegung auf das diesjährige Motto.

Diese Werte wolle man heuer mit der Auslobung des Handwerkerpreises besonders würdigen. Gerade im Hinblick auf die Wirtschaftskrise erachte er die Auszeichnung für sinnvoll, um „das Handwerk wieder an den Mann zu bringen“. In der öffentlichen Wahrnehmung hänge das Handwerk immer hinterher, ergänzte der Wirtschaftsförderer der Stadt, Jürgen Koller. Die Auszeichnung trage dazu bei, dass Image ganz nach dem Motto „Handwerk hat goldenen Boden“ wieder ein wenig aufzupolieren. Schilling und Koller stellten gemeinsam mit Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer und seinem Stellvertreter Harald Volkwein bei einem Pressegespräch am 10. Januar im Brucker Rathaus die Konzeption und den Hintergrund der Auslobung vor. Die Initiative für den neuen Preis ging vom Betriebsberater der Handwerkskammer, Robert Hiebl (Dachau) aus. Gesponsert werden die Auszeichnungen durch die Volks- und Raiffeisenbank sowie die Sparkasse Fürstenfeldbruck. Neben einer Urkunde erhalten die Sieger gestaffelt 500, 300 bzw. 200 Euro. Höfelsauer hofft, dass sich die im Stadtbereich niedergelassenen 600 Handwerksbetriebe rege beteiligen. Schließlich sei dies eine tolle Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit noch besser zu präsentieren, so Höfelsauer, ganz abgesehen von der zugleich damit verbundenen kostenlosen Werbung für die ausgezeichneten Handwerksbetriebe. Neben der Ansässigkeit im Stadtgebiet und dem Eintrag in der Handwerksrolle ist die Bewerbung an keine weiteren Bedingungen geknüpft. Die Stadt hat inzwischen alle infrage kommenden Betriebe angeschrieben und aufgefordert, doch mitzumachen. Die Einreichung der Bewerbungsbögen ist auf 20. Februar festgelegt. Danach wertet eine zehnköpfige Fachjury nach einem einschlägigen Raster die Unterlagen aus. Schirmherr des Handwerkerpreises sind Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer, Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer und ein Vertreter der Handwerkskammer

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