Explosion eines Hauses in Germering - Beide Leichen geborgen - Ursache des Dramas noch unklar

Rund 150 Einsatzkräfte waren am Donnerstag, 20. Januar damit beschäftigt, nach der Explosion eines Hauses in Germering die Flammen zu löschen. Gegen 0:30 Uhr hatten Nachbarn in der Frühlingsstraße in Germering die Einsatzzentrale der Polizei benachrichtigt und teilten die vermutliche Explosion eines Hauses mit. Die Ausmaße des Schadensbilds, das sich den Einsatzkräften vor Ort bot, lassen tatsächlich auf eine Explosion schließen. Nach bisherigen Feststellungen der Polizei ist in dem Haus ein älteres Ehepaar im Alter von 84 und 88 Jahren gemeldet . Vordringliches Ziel der Einsatzkräfte war, neben der Brandbekämpfung, die Suche nach den beiden Bewohnern. Gegen 04:40 konnte im Keller des total zerstörten Gebäudes eine Frauenleiche aufgefunden werden, deren Identität ist inzwischen geklärt. Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord auf Anfrage bestätigte, wurde inzwischen auch eine männliche Leiche aus dem Keller des völlig zerstörten Gebäudes geborgen. Die endgültige Identifizierung der beiden aufgefundenen Toten konnte im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft München II angeordneten Obduktion noch am Nachmittag erfolgen. Wie erwartet, handelt es sich um die 84 und 88 Jahre alten Hauseigentümer.

Die Einsatzkräfte waren, nachdem das Feuer inzwischen gelöscht ist, damit beschäftigt den Brandschutt abzutragen. Unter der Führung des Kreisbrandrates war ein Großaufgebot von Feuerwehren (rund 150 Einsatzkräfte) damit betraut die Flammen zu löschen. Aufgrund der Rauchentwicklung musste bis 4 Uhr morgens die benachbarte S-Bahnstrecke nach Gilching gesperrt werden. In der ersten Phase der Brandbekämpfung wurden vorübergehend etwa ein Dutzend Anwohner aus den Nachbargebäuden evakuiert. Bis sie wieder in ihre Häuser zurückkehrten, wurden sie in einem nahegelegenen Feuerwehrhaus betreut. Rund 30 Einsatzkräfte des THW aus München und Fürstenfeldbruck, sowie ebenfalls bis zu 30 Einsatzkräfte der Rettungsdienste waren am Unglücksort eingesetzt. Die Polizei befand sich am Donnerstag mit 25 Beamten der Polizeiinspektion Germering und der benachbarten Inspektionen, der KPI Fürstenfeldbruck, sowie einem Experten der Technischen Sondergruppe des Landeskriminalamtes vor Ort. Zur Schadenshöhe sind derzeit noch keine exakten Angaben möglich. Nach ersten Schätzungen dürfte sich diese aber auf mehrere hunderttausend Euro belaufen, da auch an Nachbargebäuden Schäden an Fenstern und Garagentoren entstanden sind. Aussagen zu der noch unklaren Ursache der Explosion können erst nach Durchführung weiterer Untersuchungen getroffen werden. Von den Brandfahndern der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und dem Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes wurde am Unglücksort Spurenmaterial sichergestellt, das im Lauf der noch ausstehenden Laboruntersuchungen weitere Aufschlüsse zur Brandursache geben soll, teilte die PP OBN am 20. 1. um 17.08 Uhr mit. Zur Brandursache kann derzeit keine Aussage getroffen werden. Fest steht jedoch, dass sich im Unglückshaus keine Gasheizung befand. Bei den Bergungsarbeiten waren auch die Rettungshundestaffeln Oberbayern und der Johanniter eingesetzt.

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