Antrag von MdL Reinhold Bocklet (CSU) für Landkreisinitiative einstimmig gebilligt

Wirtschaftsausschuss stellt sich hinter Expresszug-Konzept

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 "Aktualisierung der Pläne für einen S-Bahn-Express-Verkehr FFB-München-Hfb".

Fürstenfeldbruck/München – Der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags hat auf Antrag von MdL Reinhold Bocklet einstimmig die Staatsregierung aufgefordert, sich zur Realisierbarkeit des Expresszug-Konzepts zu äußern, das der Landkreis Fürstenfeldbruck vor kurzem vorgelegt hat. Das von Prof. Bodack erarbeitete Gutachten zur „Aktualisierung der Pläne für einen S-Bahn-Express-Verkehr Fürstenfeldbruck-München Hbf“ zielt auf eine kurzfristig machbare und bezahlbare Übergangslösung bis zur Verwirklichung des geplanten Ausbaus der S4-Strecke.

 Der Vorschlag sieht einen stündlichen Einsatz von Express-S-Bahnen ab Fürstenfeldbruck (S) über Eichenau, Puchheim und Pasing ohne Stammstreckenbefahrung direkt zum Hauptbahnhof sowie ein entsprechendes Angebot in Gegenrichtung vor.

Bocklet nutzte mit seiner Initiative einen ausführlichen Antrag der SPD, der von der Staatsregierung in 5 Punkten einen Bericht über den augenblicklichen Planungsstand für die Tunnellösung zur 2. Stammstrecke in München fordert. Da dieser Antrag im Beschlusstext aber mit keinem Wort auf den aktuellen Vorstoß des Landkreises Fürstenfeldbruck zugunsten des Einsatzes von Expresszügen zur Verbesserung der Verkehrssituation auf der S4-West eingeht, ergriff der Landtagsvizepräsident im Wirtschaftsausschuss die Initiative und fügte dem SPD-Antrag einen gesonderten Punkt hinzu, der sich ausdrücklich auf das aktuelle Expresszug-Konzept des Landkreises bezieht. Dazu soll sich die Staatsregierung nun im Hinblick auf die Realisierbarkeit konkret äußern.

Die Vorschläge der ursprünglichen Version des Gutachtens waren von Seiten des Wirtschaftsministeriums mit der Begründung abgelehnt worden, dass es dafür auf der Strecke keine Kapazität mehr gebe. Das neue Gutachten belegt jetzt die Realisierbarkeit eines Stundentaktes mit Expresszügen, was auch von DB Regio und Bayerischer Eisenbahngesellschaft nicht mehr bestritten wird. Dafür soll das Zugmaterial aus Stuttgart und Nürnberg verwendet werden. Bocklet machte auch deutlich, dass die S4-Fahrgäste unter Berücksichtigung des aktuellen Fahrgastaufkommens und des vorhandenen Fahrgastpotentials gegenüber Dachau, Freising und Starnberg erheblich benachteiligt sind. Das Expresszug-Konzept ist nach den Worten von Bocklet kurzfristig realisierbar. Es soll aber nicht den viergleisigen Ausbau der S4-Strecke bis mindestens Eichenau ersetzen.

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