Fachhochschule Fachbereich Polizei verabschiedete im prachtvollen Churfürstensaal ihre Diplomanden - Angespannte personelle Situation der Bayerisc ...

Ministerialrätin Dr. Claudia Roth (re.) mit den Fachbereichsleitern Klaus Bachl und Hermann Vogelgsang nach der Ehrung der zehn besten, diplomierten Absolventen des Studienjahrgangs 2008/11A. Ganz li. die Jahrgangsbeste Andrea Hock aus Unterschleißheim. Alle Fotos: Schäftlein

Es war erst zum zweiten Mal - so Fachbereichsleiter Hermann Vogelgsang - und noch immer etwas Besonderes für die Studiengangteilnehmer und ihre Angehörigen, nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Klosterkirche den Festakt im ‚wiederauferstandenen’, prachtvollen barocken Churfürstensaal erleben zu dürfen. Insgesamt umfasste der Studienjahrgang 2008/11A nach 2- bzw. 3-jährigem Studium 161 Teilnehmer, davon 133 Männer und 28 Frauen. 86 davon entfielen auf die Fachbereichsschule Fürstenfeldbruck und 75 auf Sulzbach-Rosenberg.

Mit nur zwei Absolventen, die nicht bestanden, blieb man knapp über 1 Prozent. Die Fachbereichsleiter Hermann Vogelgsang - wie auch sein Vertreter Klaus Bachl - gratulierten dem so überzeugend abschließenden Studiengang: „Sie müssen das Erlernte nun im Alltag Ihres Dienstes anwenden. Ich hoffe, Sie behalten die Zeit Ihres Studiums in guter Erinnerung.“ Polizeihauptmeister Dennis Sarfaty als Vertreter der Absolventen betonte den Zusammenhalt: „161 Studierende waren 161 Menschen und auch Freundschaften.“ Manchmal wäre der Stoff des Studiums - „mit über 25 Fächerfacetten“ - ein Labyrinth gewesen. Daraus würden alle versuchen, das Beste zu tun um das Beste zu erreichen. „Wenn möglich, auch etwas zu verändern, über so wenige Umwege wie möglich.“ Die Ministerialrätin Dr. Claudia Roth als Vertreterin des Bayer. Staatsministeriums des Inneren sah die erneute Begegnung der Prüfungsabsolventen als ein gelungenes Wiedersehen nach dem Abschluß Ende Febr. 2011. Polizeiarbeit unterläge einem ständigen Wandel: „Um hochprofessionellen Tätern auf Augenhöhe begegnen zu können.“ Um den Ruf, das sicherste Land unter den 16 Bundesländern/Stadtstaaten zu sein, zu verteidigen. „Zum Polizeidienst gehört ein transparenter und straffer Aufbau.“ Unumwunden gab Frau Dr. Roth zu, dass die angespannte personelle Situation der Bayerischen Polizei auf die zu geringen Einstellungszahlen in den Jahren 2005/2006 zurückgehe. Dieses Minus habe sich durch das Übergewicht an Pensionsabgängern aufgebaut. Die Nachbesserungen ab 2009 durch die Einstellung zusätzlicher Polizeibeamten würde fortgesetzt und ab 2012 eine „deutliche verbesserte“ Personalsituation ergeben. Den Nachrückern vor ihr für eine höhere Führungsebene wünschte die Ministerialrätin alles Gute: „Schauen Sie mit Interesse, mit Neugierde, mit Optimismus in die Zukunft.“ Anschließend überreichte sie mit Hermann Vogelgsang und Klaus Bachl Urkunden und Preise an die zehn Jahrgangsbesten, drei Frauen und sieben Männer. Darunter an 1. Stelle Andrea Hock aus Unterschleißheim. OB Sepp Kellerer nannte es in seinem Grußwort der Stadt Fürstenfeldbruck einen „Quantensprung“, die heutige Fürstenfeld-Situation mit dem zu vergleichen, was die Polizeischul-Absolventen in den ersten Nachkriegsjahrzehnten hier vorfanden. Hermann Vogelgsang hatte eine 25minütige Begrüßungsrede zu bewältigen, was den Umfang der aus ganz Bayern angereisten polizeilichen Repräsentanz, aber auch das Interesse des sonstigen öffentlichen Lebens widergibt.

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