Fatama braucht dringend Hilfe – Ehemaliger Entwicklungshelfer sammelt Spenden für eine 8-jährige aus Liberia mit Knochenmarksvereiterung

Thomas Böhner mit dem Foto seiner afrikanischen Nichte Famata, 8 Jahre, aus Liberia: Ihr droht die Amputation des linken Beines. Foto: Günter Schäftlein

Thomas Böhner, zuhause in der Holzmühle/Gde. Egenhofen, ausgebildeter Rettungssanitäter und Krankenpfleger, hat bei seinen medizinischen Einsätzen im Rahmen von Kap Anamur und auch noch heute im bürgerkriegsverwüsteten westafrikanischen Liberia schon vielen Menschen helfen können. Jetzt steht er vor einem familiären Problem!

Bei einem Besuch 2011 in Liberia - er ist mit einer Liberianerin verheiratet - brachte ihm der Schwiegervater seine 8jähr. Tochter Famata. Bei aller Berufserfahrung war Thomas Böhner einfach nur entsetzt: Ein kleiner Hautdefekt am linken Bein des Mädchens hatte sich inzwischen zu einer „furchtbaren Osteomyelitis (Knochenmarksvereiterung“ entwickelt. Böhner, 1. Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins „Help Liberia-KPON MA e.V.“ im Landkreis sieht die Gründe für diese äußerst bedrohliche Ausweitung einer Infektion in der unhygienischen, medizinisch nichtversorgten Umgebung von Bong Mine, einer ehemals deutschen Minenstadt. Über (Röntgen-)Aufnahmen konnte das Ärzteteam im Klinikum Fürstenfeldbruck, der hiesige Arbeitgeber von Böhner, den Krankheitsherd eindeutig diagnostizieren. Mit der Erkenntnis, dass bei einem weiteren Hinwarten in Afrika das Bein amputiert werden muß. Eine andere medizinische Lösung kann Famata in Liberia nicht erwarten. Damit wäre ihre Zukunft als Familienmitglied und Frau zerstört: Als Krüppel ausgestoßen und zum Betteln verurteilt. Für sie gibt es in Liberia kein soziales Netzt und auch keine Chance, einen Mann zu finden und Kinder zu haben. Dank der Initiative ihres Onkels Thomas Böhner gibt es für Famata nun die Chance, hier im Klinikum FFB unter hygienischen Bedingungen operiert und behandelt zu werden. Die medizinische und administrative Krankenhausleitung hier hat sich beherzt und sehr entgegenkommend bereiterklärt, sämtliche Kosten zu übernehmen, „selbst, wenn die Behandlung sich über viele Wochen hinziehen würde“. Die einzige Bedingung dabei ist, dass die Flugkosten ab Monrovia und zurück anderweitig übernommen würden. Hinzukämen noch - so Thomas Böhner - die innerafrikanischen Flugkosten nach und ab Accra in Ghana, da sich nur dort die nächstgelegene deutsche Botschaft für das Einreisevisum von Famata nach Deutschland befindet. Darum müsste sich ihr Vater Alfred Cephas kümmern. Um das Bein von Famata Cephas und damit ihre Zukunft zu retten, bittet Thomas Böhner - der ab 25. März 2012 wieder nach Liberia fliegt - die Menschen im Landkreis um ihre finanzielle Unterstützung, um Spenden auf das Konto von „Help Liberia e.V.“ bei der Sparkasse Fürstenfeldbruck, BLZ 70053070 unter der Konto-Nr. 311 96793, Stichwort „Famata“. Nach seiner Berechnung und Afrika-Erfahrung bewegen sich die zu erwartenden Flug-/Transportkosten zwischen drei- und viertausend Euro. Er sagt vorab schon mal seinen ganz besonderen Dank an alle, die sich hier beteiligen. Und: „Sobald die kleine Famata wieder im wahrsten Sinne alleine auf ihren eigenen Beinen stehen und gehen kann, geht sie wieder zurück nach Liberia zu ihrer Familie.“

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