Fest der Kulturen in Eichenau – Vielfalt locker und liebevoll präsentiert – 80 Nationen leben in der Starzelbachgemeinde

Der peruanische Anakonda-Tanz der Gruppe „Corazon Peruana „ begeisterte die Besucher. Foto: Hans Kürzl

Trotz der großen Konkurrenz von Oktoberfest und Ausflugswetter nahm das zweite Fest der Kulturen in Eichenau einen gelungenen Verlauf. Bürgermeister Hubert Jung stellte dabei das Thema Integration in den Vordergrund. Knapp ein Zehntel der Bewohner der Starzelbachgemeinde ist ausländischer Herkunft. Insgesamt sind dort laut Jung 80 Nationen vertreten. Österreicher, Italiener und Türken stellen dort den größten Anteil.

Das „Daheim“ ist also für alle Eichenau, die Wurzeln sind über den ganzen Erdball verteilt. Wie reichlich „Multikulti“ in der Starzelbachgemeinde vertreten ist und wie vielfältig es präsentiert werden kann, zeigte das zweite Fest der Kulturen. Dort passt HipHop aus Mazedonien zu Schlangentänzen aus Peru, deutsches Jugendcafé zu polnischem Organisationstalent. Der Film aus Haiti fügte sich nahtlos neben Sketchen aus Frankreich sowie Mali. Und ein Moderator aus den Niederlanden verbindet die verschiedenen Nationen und Kulturen. Für jeden hat Cornelis De Kemp ein aufmunterndes Wort, das den oft jugendlichen Künstlern das Lampenfieber nimmt. „Das alles erleben sie bei uns. Ein Regenbogen der Vielfalt in Eichenau“, jubelt De Kemp immer wieder. So bekommen alle etwas vom Applaus ab. Obwohl die beiden Mazedonier Özcan und Deniz Velivov nach ihrem HipHop vollkommen außer Atem sind, lächeln sie professionell in die Kamera. „Ich habe schon mit sechs Jahren meine erste Tanzgruppe gegründet“, erzählt Deniz über sich. Die Polin Alexandra Schmidt und ihr deutscher Ehemann Axel wandeln zwischen Worten und Tönen. Eine polnische Begrüßung, eine deutsche Lesung über das polnische Organisationstalent und ein englisches Lied über ein Mädchen aus Sarajevo beweisen Internationalität. Zudem hat Alexandra Schmidt einige ihrer Bilder ausgestellt.“ Allerdings sind die Tischreihen in der Turnhalle der Josef-Dering-Schule nicht sehr dicht besetzt. „Es war ein bisschen mutig, in Konkurrenz zu Oktoberfest und Ausflugswetter“, sagt Moderator De Kemp dazu. Dennoch wird es wohl auch in zwei Jahren eine Neuauflage geben, wie Organisatorin Rike Schiele, Gemeinderatsmitglied der Grünen, erklärte. Allerdings müsse man den Verlauf der Veranstaltung und eine Nachbesprechung abwarten, so Schiele. Dass aus dem Fest der Nationen, das 2009 von Claudia Uhlmann begründet wurde, ein Fest der Kulturen wurde, erklärte Schiele so: „Mit einer Kultur kann man sich besser identifizieren als mit einer Nation.“ Zudem gebe es allein schon innerhalb der meisten Länder verschiedene Kulturen, die von den Menschen gerne gepflegt würden. Der Erlös des Festes der Kulturen geht zu gleichen Teilen an die Haiti Kinderhilfe und das Jugendcafé in Eichenau.

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