Feuerwehr-Ehrenzeichen für  27 Feuerwehrleute für 25 Jahre und 13 Feuerwehrler für 40 Jahre aktiver Mitgliedschaft  

Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes FFB 

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Die von Landrat Thomas Karmasin und Kreisbrandrat Hubert Stefan geehrten und ausgezeichneten Landkreis-Feuerwehrler.

Fürstenfeldbruck – Mit einem Festakt ehrten Landrat Thomas Karmasin und Kreisbrandrat Hubert Stefan am 12. Dezember im großen Sitzungssaal des Brucker Landratsamtes langjährig verdiente Feuerwehrleute aus dem Brucker Landkreis. Zugleich feierten die Feuerwehrkameraden das Jubiläum „20 Jahre Kreisfeuerwehrverband Landkreis Fürstenfeldbruck e. V.“.

Insgesamt erhielten 27 Feuerwehrleute für 25 Jahre und 13 Feuerwehrler für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Bayerischen Innenministeriums von Landrat Karmasin an die Uniform geheftet. Mit dem Ehrenkreuz in Gold des Landesfeuerwehrverbandes für hervorragende Leistungen im Feuerlöschwesen wurde Lorenz Paintner (Landsberied), mit dem Ehrenkreuz in Silber Alfred Collingro und Josef Geiger (Beide Oberschweinbach) sowie Josef Ostermayer (Malching) und mit der Ehrenmedaille Franz Greif (Moorenweis) ausgezeichnet. Zu 1.450 Einsätzen innerhalb einer Woche rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus, erinnerte Karmasin bei seinem Grußwort an die Hochwasserkatastrophe im Juni. 

Im Gegensatz zu den kleineren alltäglichen Einsätzen, wo das Engagement der Feuerwehrleute eher in Vergessenheit gerät, werden derartige Einsätze, die häufig unter Zurückstellung persönlicher Belange erfolgen, von der Öffentlichkeit gewürdigt. „Deshalb danke ich allen für die Treue, den Idealismus und ihre jahrelange Einsatzbereitschaft“, so Karmasin. Vielen Bürgern sei gar nicht bewusst, dass sich um den Brandschutz Ehrenamtliche kümmern, die 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang im Einsatz sind. Den Schutz zu gewährleisten sei wiederum nur möglich durch beste Ausbildung und die Erfahrungen nach langjährigem Einsatz, so Kreisbrandrat Hubert Stefan. Die Nachwuchswerbung in „unserer Spaßgesellschaft“ werde zunehmend schwieriger. Auch viele private Arbeitgeber machen einen Rückzieher bei Bewerbern, wenn diese bei der Freiwilligen Feuerwehr aktives Mitglied sind. Stefan ermunterte die Bürgermeister und Vertreter der Kommunen, bevorzugt Leute einzustellen, die bei der Feuerwehr ehrenamtlich Dienst verrichten. 

 Er dankte den Geehrten für ihre Treue, auf die die Feuerwehren nicht verzichten können, und schloss in den Dank auch die Angehörigen sowie die Bürgermeister ein, die durch ihre Anwesenheit den Stellenwert, den die Feuerwehrkameraden genießen, zum Ausdruck brachten. Der Ehrenvorsitzende, Kreisbrandrat a. D. Hans-Dieter Wurm, ließ anschließend 20 Jahre Kreisfeuerwehrverband Revue passieren. Auslöser zur Gründung war wohl, so Wurm, als im Jahre 1993 der Staat das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz auflöste, hielt der langjährige Kreisbrandrat nicht mit Kritik zurück. „Während die Arbeit der Feuerwehren immer umfangreicher wurden, hat sich der Staat immer mehr zurückgezogen, so dass die Feuerwehren ihre Interessen selbst vertreten mussten.“

Die Feuerwehrverbände blicken eigentlich auf eine lange Tradition zurück, in Bruck bis zum Jahr 1876. Mit Beginn des Dritten Reiches wurden sie aufgelöst, und nach dem Krieg wurde in Bayern, im Gegensatz zu den anderen Bundesländern, kein Feuerwehrverband gegründet. Nach 55-jähriger Pause erfuhr schließlich am 17. September 1993 im Mammendorfer Sportheim der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck von 38 Feuerwehren mit 1450 Mitgliedern seine Wiedergeburt. Knapp einen Monat später wurde der Landesfeuerwehrverband mit 37 Kreisfeuerwehrverbänden aus der Taufe gehoben. Der Brucker Verband zählte zu den Gründungsmitgliedern. Acht Jahre nach der Gründung waren schließlich alle 53 Landkreis-Feuerwehren mit über 1800 Aktiven im Kreisverband vereint. Nachdem im Laufe der Jahre der Landesfeuerwehrverband die breite Mehrheit der Feuerwehren präsentieren konnte, entstanden nach und nach die Bezirksfeuerwehrverbände. Im März 1995 wurde der oberbayerische Bezirksfeuerwehrverband gegründet, so dass nunmehr eine Hierarchie von Landes- über Bezirks- bis auf Kreisebene gegeben war.

Dieter Metzler 

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