Aufregender Wettbewerb in Fürstenfeld

Respektabler 7. Platz für die Stadtkapelle FFB

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Stadtkapelle Fürstenfeldbruck

Fürstenfeld  – Bei der ersten Qualifikation für das landesweite Finale gleich ein Heimspiel – das war schon eine große Sache für die Stadtkapelle Fürstenfeldbruck. Dass dann noch ein respektabler 7. Platz für die Musiker um Dirigent Paul Roh heraussprang, ließ die Blasmusiker aus Fürstenfeldbruck am Ende lächeln.

„Es war schon sehr aufregend“, erzählt Dirigent Paul Roh nach dem großen Wettbewerb im VA Fürstenfeld.  Die intensive Vorbereitung und die Arbeit beim Wettbewerb selbst hätten seine Musiker als Orchester und als Team weitergebracht, findet er. „Natürlich hätten wir auf einen Platz gehofft, der mehr im Mittelfeld liegt“, gibt der Dirigent zu und hadert ein bisschen mit der frühen Spielzeit. Gleich als erste musste die Stadtkapelle Fürstenfeldbruck um 10 Uhr vor die international besetzte fünfköpfige Jury treten. „Einerseits ist es dann vorbei und man kann den restlichen Tag entspannt genießen“, weiß Paul Roh, „andererseits war die Nervosität schon spürbar im Orchester“. Aber seine Stadtkapelle sei ein junges Orchester, das in diesem Jahr viele Neuzugänge aus der Jugendkapelle bekommen habe, und so sei er insgesamt wirklich sehr zufrieden: „Es war ein schöner Tag, die Räumlichkeiten waren sehr gut, und alles war wirklich hervorragend organisiert“. Die neun besten Mittelstufen-Blaskapellen waren am Muttertag aus allen Teilen Bayerns nach Fürstenfeldbruck gereist, um den „Bayerischen Meister“ zu ermitteln. 

In den regulären Bezirkswertungsspielen und einem Verbandsentscheid als Zwischenstufe in den drei „großen“ bayerischen Blasmusikverbänden hatten sich alle Kapellen für den Landesentscheid qualifiziert. Den Sieg trug am Ende die Schützenkapelle Reutti aus dem Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) davon, gefolgt von der Musikkapelle Dösingen (ebenfalls ASM) und der Musikkapelle Schwindegg (Musikbund von Ober- und Niederbayern MON). Friederike Steinberger, geschäftsführende Präsidentin des MON und Vizepräsidentin des Bezirkstages von Oberbayern, lobte die Teilnehmer für ihren Einsatz. Gewonnen hätten alle schon durch die Teilnahme, auch wenn es nur einen Sieger geben könne, so Steinberger. Prof. Johann Mösenbichler aus Österreich, der den Juryvorsitz innehatte, stieß ins selbe Horn: „Die intensive Vorbereitung, die vielen Proben und das gemeinsame Erlebnis bei diesem Wettbewerb bringen die Orchester voran!“

 Die Leistungen in der Mittelstufe von heute sei mit der Mittelstufe von vor 20 Jahren überhaupt nicht mehr zu vergleichen. „Die Kapellen, die hier sind, haben den richtigen Weg eingeschlagen. Um Euch mache ich mir keine Sorgen!“, bestätigte der international renommierte Juror, der auch das Polizeiorchester Bayern leitet. „Wir hatten hier in Fürstenfeldbruck beste Bedingungen“, bestätigte auch der Geschäftsführer des ausrichtenden Bayerischen Blasmusikverbandes, Andreas Horber. „Sowohl die Stadtkapelle Fürstenfeldbruck als auch der Bezirk Amper haben uns hier richtig gut unterstützt, und dass die Blasmusik hier eine große Rolle spielt, zeigt sich daran, dass so viele Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben hier waren.“ Paul Roh findet, dass der BBMV gerne wieder einmal einen Wettbewerb in Fürstenfeldbruck austragen kann. „Aber dann werde ich darum bitten, dass wir eine spätere Anfangszeit bekommen“, meint er augenzwinkernd. Dann ist sicher auch ein Mittelfeldplatz drin. Oder vielleicht sogar ein bisschen mehr…

Martin Hommer

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