16. FFB-Schau - Vielfalt und Qualität - 250 Aussteller

3500 Besucher zählte die 16. FFB-Schau bereits am ersten Tag, als sie am vergangenen Mittwoch auf dem Brucker Volksfestplatz ihre Tore öffnete. „Wir setzen auf Qualität und Vielfalt“, verkündete Organisator Happo Schmidt bei seiner Eröffnungsansprache vor zahlreichen Politikern, Handwerksvertretern und Gewerbetreibenden. 250 Aussteller – 60 weniger als bei der letzten Gewerbemesse vor zwei Jahren – präsentierten sich auf der 10.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche.

Schmidt freute sich darüber, dass die Stimmung unter den Ausstellern auf der auf fünf Tage verkürzten Messe aber dennoch ausgezeichnet sei. „Acht Fachmessen wurden in Deutschland abgesagt“, informierte Schmidt, „ich bin stolz, dass wir trotz der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland eine Leistungsschau auf die Beine gestellt haben, die keinen Vergleich scheuen muss.“ Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer, als einer der beiden Gesellschafter der FFB-Schau neben dem Landkreis, bezeichnete in seinem Grußwort die Messe als ein wichtiges Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung. Die FFB-Schau dokumentiere das gesamte Spektrum der Betriebe der Region. Die Gewerbeschau stelle eine besondere Gelegenheit dar, die Leistungsfähigkeit, insbesondere der mittelständischen Unternehmen aus Stadt und Land, anschaulich und im wahrsten Sinne des Wortes „anfassbar“ darzustellen. Obwohl es im Großraum von München wesentlich schwieriger sei eine Messe zu veranstalten als beispielsweise im Allgäu, zähle die FFB-Schau nach wie vor zu einer der größten Regionalmessen in Oberbayern. Besonders freute es Kellerer, dass der „Vater der FFB-Schau“, Ralf Moser zur Eröffnung erschienen war. „ER hat im Jahre 1978 quasi die FFB-Schau aus dem Boden gestampft“, berichtete Kellerer. Die ersten beiden Messen hat Moser seinerzeit aufgrund der vorhandenen Skepsis von Stadt und Land, selbst durchgeführt. „Das war der Beginn einer tollen Entwicklung“, so Kellerer. Das Brucker Stadtoberhaupt bedauerte aber auch, dass bis auf Fürstenfeldbruck, Mammendorf und Emmering die Gemeinden im Landkreis die Messe im Stich gelassen haben. Unter der Bezeichnung „kommunale Welten“ sollten sich die Gemeinden des Landkreises präsentieren. „Doch eine nach der anderen ist abgesprungen“, kritisierte Kellerer, „obwohl gerade die Gemeinden auf eine Verkürzung der Dauer der Gewerbeschau bestanden hatten.“ Auch die Bundeswehr, die in der Vergangenheit stets an der FFB-Schau teilgenommen hat, ist diesmal nicht mehr vertreten, was Kellerer ebenfalls bedauerte. „Die Idee der FFB-Schau war und ist die regionale Wirtschaftsförderung“, stellte der stellvertretende Landrat Hans Wieser die Bedeutung der FFB-Schau in den Mittelpunkt seiner Begrüßung. „Wir wollen die Stärken der Region herausstellen. Neben der Präsentation steht die Kommunikation im Vordergrund“, sagte Wieser. „Die Vielzahl der Aussteller beweist uns, dass der Bedarf nach einer solchen Messe vorhanden ist. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier führte das Organisationsteam, Marion Gronstedt und Happo Schmid, die Ehrengäste über die Messe, so dass sie sich bei einem Rundgang durch die sechs Ausstellungszelte und der Außenanlagen von der Qualität und Vielfalt der Aussteller überzeugen konnten. Seit vier Jahren stehen die Netzwerke UNSER LAND und Women in Europe for a Common Future (WECF) mit dem polnischen Sozial-Ökologischen-Institut Warschau (SIE) in Kontakt. Sie arbeiten speziell auf dem Gebiet der nachhaltigen ländlichen Entwicklung zusammen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Informations- und Wissensaustausch zwischen den Ländern und Partnern z. B. im Bereich der Regional- und Direktvermarktung. Vor allem der Aufbau lokaler Partnerschaften zwischen Landwirten, Verarbeitern, Verbrauchern etc. zur Stärkung der Region soll mit den Besuchern bei heimischen Betrieben sozusagen von „Mensch zu Mensch“ ganz praxisnah gezeigt und diskutiert werden. Die FFB-Schau stellte dazu eine ausgezeichnete Plattform dar, so dass die 25-köpfige Delegation aus Polen, die für drei Tage in den Landkreisen Ebersberg, München und Fürstenfeldbruck Betriebe besuchte, auch der Brucker Messe einen Besuch abstattete.

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