Sparkasse gibt Änderungen für nächsten Jahre bekannt

Sparkasse schließt sechs Filialen

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Weil sich weniger Kunden direkt in den Filialen beraten lassen und viele Bankgeschäfte online tätigen, muss die Sparkasse Fürstenfeldbruck sechs Filialen im Landkreis schließen

Fürstenfeldbruck – Jede Branche erlebt die Auswirkungen der Digitalisierung. So auch die Banken. Die Sparkasse Fürstenfeldbruck hat durch den Vormarsch des Online Bankings und dem vermehrten Rückgang der Kundenfrequenz in den Filialen Konsequenzen gezogen: Sie schließt sechs Filialen im Landkreis, möchte aber gleichzeitig länger und besser für die Kunden erreichbar sein. „Die Digitalisierung ist da, warten ist keine Lösung“, sagte Peter Harwalik, als der Vorstand die Veränderungen vorstellte.

Für viele mag der Wegfall von sechs Filialen zunächst ein Schock sein, immerhin haben 9,3 Prozent der Sparkassenkunden so keine direkte Anlaufstelle mehr. „Wir bemühen uns, bei all diesen Standorten Alternativen anzubieten“, verspricht Sparkassen- Vorstand Klaus Knörr. So fänden Gespräche statt, ob dort SB-Filialen geführt werden können, damit die Bargeldversorgung weiter geewährleistet sei. „Wir werden unsere Kunden ab sofort darauf vorbereiten, die Filialen fallen nicht von einem Moment auf den anderen weg“, betonte Knörr. Betroffen sind die Filialen Germering-West, Neu-Esting, Hattenhofen, Harthaus, Schöngeising und Unterschweinbach. Sie werden zum 1. Juli 2017 schließen. „Kein Mitarbeiter verliert übrigens durch diese Änderungen seinen Arbeitsplatz“, machte Frank Opitz klar. Zwar werde es dann weniger Standorte geben, aber dafür bessere, versprach der Vorstand. Denn vor allem die Beratungsstandarts sollen erhöht werden und dies flächendeckend. „Dafür werden die Berater besser qualifiziert“, sagte Knörr. Kunden werden in Zukunft mehr angesprochen. „Der Berater wird sich intensiver mit dem Kunden auseinandersetzen“, kündigte er an. Er versichert außerdem, dass sich die Mitarbeiter für die Kunden Zeit nehmen, damit sich diese mit den digitalen Serviceangeboten vertraut machen können und auch deren Vorteile schätzen lernen. Ebenso zum 1. Juli 2017 führt die Sparkasse ein telefonisches Service-Center ein, das 24 Stunden, sieben Tage die Woche erreichbar sein soll. Außerdem kommt die Möglichkeit hinzu, sich über Videotelefonie und Whats App Chat beraten zu lassen. Schon ab 1. Januar dürfen sich Kunden über „benutzerfreundlichere Öffnungszeiten“ freuen. Neben einer weitgehenden Vereinheitlichung hat die Sparkasse bei den künftigen Filialdirektionen zusätzlich am Montag und Dienstag bis 19 Uhr geöffnet. Die Sparkasse hat ihren Kunden bereits bisher wochentags Beratung von acht bis acht angeboten. Auf dieses Angebot weißt Knörr explizit hin. Hier werden Beratungstermine nach Vereinbarung weiterhin in den Filialen oder auf Wunsch zu Hause angeboten.

Miriam Kohr

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