Förderverein entlastet Kreishaushalt beim Unterhalt der Freizeitanlage Mammendorf - 12 000 Euro aus Spenden für Investitionen

Sie unterzogen den neuen Badesteg sogleich einen Test (von links): Georg Selmayr, Altlandrat Gottfried Grimm, Landrat Thomas Karmasin, Direktor Unternehmenskommunikation Sparkasse FFB Dirk Hoogen, Julian u. Otto Selmayr. Foto: Dieter Metzler

Mit der Gründung eines Fördervereins im Dezember 2010 konnte die vom Kreistag angedachte Schließung der Freizeitanlage in Mammendorf abgewendet werden. Die Freizeitattraktion im westlichen Landkreis, die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feierte und bisher über 2,5 Millionen Badegäste anzog, belastet den Kreishaushalt jährlich mit 550.000 Euro. Der Förderverein, der inzwischen 320 Mitglieder zählt, hat in den 20 Wochen seines Bestehens rund 12.000 Euro für die Sanierung und für Investitionen aufgebracht. Bei einem Pressegespräch vor Ort berichtete der erste Vorsitzende des Fördervereins, Altlandrat Gottfried Grimm, von den bisherigen Aktivitäten des Vereins.

Dabei dankte er der Sparkasse, der Firma Selmayr und Söhne sowie der Volks- und Raiffeisenbank für die großzügige Unterstützung. Durch die Mitgliedsbeiträge und viele kleine Spenden konnten die Finanzmittel so aufgestockt werden, dass der Förderverein zu Beginn der Badesaison dem Landkreis attraktive Geschenke machen konnte, so Grimm. So übergab der Förderverein dem Landkreis im Kleinkinderbereich der Anlage einen neuen Spielturm, der neben einer Rutsche auch noch mit einem Klettersteg und einer Feuerwehrstange ausgestattet ist. Die Firma Schlecht aus Oberalting hat diese Anschaffung durch einen deutlichen Preisnachlass ermöglicht. Für die Badebucht im Freibad stellte der Förderverein dem Landkreis eine Badeinsel und einen kleinen Badesteg zur Verfügung, der den Einstieg in das Wasser gerade bei Algenbildung angenehmer macht. Hier ist die Sparkasse als Hauptsponsor für die Insel eingesprungen, während die Fa. Selmayr die Gesamtkosten des Stegs übernommen hat. Die Tauchschule Preussenfisch aus Mammendorf hatte den Wildwuchs von Wasserpflanzen am Badesee beseitigt, so dass jetzt auch ein Kopfsprung von der Insel gefahrlos möglich sein wird. Auch der Uferbereich der Badebucht wurde saniert und von der Fa. Selmayr mit Feinkies ausgeschüttet. Bei der Übergabe der neuen Anschaffungen bezeichnete Grimm den Förderverein als ein „Kind des Landkreises, das nicht aus Liebe, sondern aus Berechnung gezeugt wurde“. Bereits vier Monate nach der Geburt könne es dem Landkreis, der finanziell ins Schwimmen geraten sei, nun helfen, nicht baden zu gehen. Landrat Thomas Karmasin erwiderte, „ein bisschen Liebe sei schon dabei gewesen“. Anerkennend dankte er Grimm und dem Förderverein für das Engagement, indem er dazu meinte, das man nach so kurzer Zeit solche Erfolge vorweisen könne, das überrasche ihn schon, denn in der Politik sei das eher selten. Für das nächste Jahr habe man die Generalsanierung der Rutsche ins Auge gefasst, informierte Grimm. Für ihn stelle die Rutsche, die vor 25 Jahren zur längsten in Europa zählte, das Wahrzeichen der Freizeitanlage schlechthin dar. Da sei er schon bei der Eröffnung runtergerutscht. Um die Kosten von ca. 36.000 Euro aufbringen zu können, hofft Grimm auf einen weiteren Anstieg der Mitgliederzahlen und auf weitere großzügige Sponsoren. Jetzt fehle nur noch ein attraktiver Name für eine erfolgreiche Vermarktung der Mammendorfer Freizeitanlage, meinte der Altlandrat abschließend. Dabei fielen drei Vorschläge: Mamba, Mammbada und Mamma Mia. Man darf gespannt sein, für welchen Namen sich der Kreistag entscheiden wird. Da wiederum befürchtet Karmasin, wenn alle mitreden dürfen, werde es ein längerer Prozess werden, bis man sich auf einen Namen einigt.

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