Frauen-Union der CSU startete Europawahlkampf - Generalsekretär zu Guttenberg will Frauen-Quote erhöhen

Die Frauen-Union (FU) der CSU startet in den Europawahlkampf. Unter dem Motto „Frauenpower für Europa“ veranstaltete die FU am vergangenen Freitag im Stadtsaal des Veranstaltungsforums eine außerordentliche Landesversammlung, um ihre Kandidatinnen für die am 7. Juni 2009 stattfindende Wahl zu nominieren. Die drei ersten Spitzenplätze erhielten die Europa-Abgeordneten der CSU, Dr. Angelika Niebler, Dr. Anja Weisgerber und Dr. Gabriele Stauner. Mit Dr. Andrea Albert, Heike Maas, Barbara Haimerl, Gabriele Gruber, Christine Sporrer-Dorner und Caroline Winkler sowie Walburga von Lerchenfeld und Barbara Fellner bewerben sich weitere acht Kandidatinnen um den Einzug ins europäische Parlament.

Eröffnet wurde die Landesversammlung von der FU-Landesvorsitzenden, Staatsministerin Emilia Müller. Die Frauen sind nach wie vor in den Parlamenten unterpräsentiert, stellte die Ministerin heraus, das gelte für das europäische Parlament ebenso wie im bayerischen Landtag. „Von 785 Abgeordneten in Straßburg sind nur 242 Frauen“, so Müller, „das sind gerade einmal 31 Prozent.“ Im bayerischen Landtag betrage der Frauenanteil nur 21 Prozent. Ziel der FU muss es sein, die Zahl der weiblichen Abgeordneten in den Parlamenten zu erhöhen. „Dazu benötigen wir bessere Listenplätze“, wandte sich die FU-Landesvorsitzende an den anwesenden CSU Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg. Der neue Generalsekretär der CSU versprach, die Vertretung der Frauen in der Partei zu verbessern. „Das ist uns in der Vergangenheit nicht gelungen“, gestand zu Guttenberg ein. Vom Ergebnis der Landtagswahlen im September zeigte sich zu Guttenberg erschüttert. „Was in den vergangenen Jahren stets gerade noch gut gegangen ist, hat diesmal nicht gereicht“, sagte zu Guttenberg. Es sei der CSU nicht gelungen, die Wahlergebnisse zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen, ebenso wenig wie dem Eindruck an Hochmut entgegenzuwirken, so zu Guttenberg. „Wir müssen auf Augenhöhe miteinander reden, uns austauschen und einfach mehr zuhören und wieder mehr Zusammenhalt schaffen.“ Die FU-Kreisvorsitzende Margret Kopp stellte den Delegierten in einer kurzen Präsentation die Kreisstadt vor und übermittelte die Grüße von Landrat Thomas Karmasin sowie Oberbürgermeister Sepp Kellerer. Stolz sei man in der FU, so Kopp, dass mit der Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt, die als Ehrengast der Parteiversammlung beiwohnte, der stellvertretenden Landrätin Gisela Schneid, der Bürgermeisterin von Schöngeising Marianne Hofmuth sowie Renate Grill und nicht zuletzt Margret Kopp erfolgreiche Frauen aus der FU kommen. Die FU-Bezirksvorsitzende Oberbayerns, Dr. Angelika Niebler, verkündete, dass der Verband gegen den Trend schwimme, denn die FU habe im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 600 neuen Mitgliedern zu verzeichnen und steuere auf die Marke 7000 zu. Landtags-Vizepräsident und CSU-Kreisvorsitzender Reinhold Bocklet stellte in seinem Grußwort heraus, dass sich die erneut zur Wahl stellenden drei Kandidatinnen auf der europäischen Bühne bereits einen Namen gemacht haben. Europa-Kennerin und Gastreferentin, Irmtraud Richardson, forderte die Versammlung in ihrer Rede „Jetzt red i, Europa“ auf, den bevorstehenden Wahlkampf intensiv zu nutzen, um die noch in weiten Bevölkerungsschichten vorhandenen Informationsdefizite abzubauen.

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