Landtechnik als Leidenschaft in Moorenweis

Alte Bulldogs haben begeisterte Anhänger

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Die "Macher" des Moorenweiser Schlepper-Frühschoppens" (v. li.) Herbert Hartwig, Ronny Lindenberg, Christian Sigl und Thomas Ferstl 

Moorenweis – Die Landtechnik als Leidenschaft: Rund 130 historische Bulldogs und landwirtschaftliche Fahrzeuge tuckerten am ersten Sonntag im August aus allen Himmelsrichtungen des Landkreises in Richtung Moorenweis zum „2. Moorenweiser Schlepper-Frühschoppen“ auf dem Reitplatz an der Albertshofer Straße.

Auch das zweite Treffen, zu dem heuer die Schlepperfreunde Moorenweis wieder einluden, wurde ein großartiger Erfolg. Die Moorenweiser Blaskapelle sorgte für die musikalische Untermalung während der Veranstaltung, die sich gegen 15 Uhr am Nachmittag auflöste. Bis dahin waren vom frühen Vormittag an fast 500 Besucher über das Gelände der Reitanlage geschlendert und hatten sich an den Oldtimern aus dem vergangenen Jahrhundert erfreut, die alle fein herausgeputzt und zum Teil liebevoll geschmückt waren. 

Auch die Anzahl der alten Schlepper und Bulldogs wurde gegenüber dem vergangenen Jahr mit 40 Fahrzeugen mehr übertroffen. Die „Macher“ des „Moorenweiser Schlepper-Frühschoppens“, Christian Sigl, Ronny Lindenberg, Herbert Hartwig und Thomas Ferstl freuten sich riesig über die großartige Resonanz. Mit so einem großen Ansturm hatten sie nie gerechnet, hatten im vergangenen Jahr doch gerade einmal 100 Besucher den Weg zum ersten Schleppertreffen gefunden. Das motiviert zum Weitermachen, meinten die Veranstalter. So wird es auch einen dritten Schlepper-Frühschoppen im nächsten Jahr geben und zwar erneut am ersten Sonntag im August.

Auf die Idee, ein eigenes Schleppertreffen zu veranstalten, kam Sigl durch seinen Spezl Ferstl. Der hatte ihn ein paar Mal zu solchen Treffen mitgenommen. „Dann habe ich mir einen eigenen Diesel gekauft“, erzählte der Kfz-Mechaniker aus Jesenwang, und aus der Begeisterung wurde Leidenschaft. Das Gelände der Reitanlage bekam Sigl über Vermittlung seines Vaters bereitgestellt, der erster Vorsitzender des Moorenweiser Reitvereins ist. 

„Viele, die hier mit einem Schlepper herkommen, haben meistens noch weitere zu Hause stehen“, sprach der 46-jährige Ralf Holstein aus Dünzelbach aus Erfahrung. Auch er besitzt zwei „Bucher“-Schlepper, die in den 50ziger, 60ziger Jahren in der Schweiz gebaut wurden. „Es gibt nichts Schöneres, als nach stressiger Arbeit mit 17 km/h über die Felder zu „hoppeln“, meinte Holstein, der besonders Spaß an alter Technik hat.

Die Familie Niedermeir aus Langwied bei Moorenweis tauchte gleich mit drei Ferguson Oldtimer-Traktoren aus den 50ziger und 60ziger Jahren auf. „Ich repariere alle noch selbst“, berichtete Leonhard. Sein Bruder Martin lenkte den zweiten, und auf dem dritten hockte sein Sohn Florian samt Enkel Florian. Drei weitere Schlepper-Oldtimer sind noch daheim untergestellt.

Der Obermeister der Brucker Bäckerinnung, Werner Nau aus Grunertshofen, hat sich ebenfalls mit dem Schlepper-Virus infiziert. Von einem Bekannten, der seine Schlepper-Sammlung auflöste, erwarb Nau einen Candini, das sei ein italienischer Lanz, versicherte er, Baujahr 1956, mit dem er sogar mit seiner „rollenden Backstube“ zu besonderen Anlässen übers Land fährt, wie erst unlängst, als er beim historischen Dorffest in Hattenhofen vorfuhr.

Dieter Metzler

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