Führungswechsel beim Flugmedizinischen Institut - Oberstarzt Dr. Klaus Kimmich ging nach 41jähriger Dienstzeit in den Ruhestand

Nach acht Jahren als Leiter des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe verabschiedete der Generalarzt der Luftwaffe, Dr. Jörg Binnewies, am 25. Februar 2010 Oberstarzt Dr. Klaus Kimmich nach 41-jähriger Dienstzeit in den wohlverdienten Ruhestand. Gleichzeitig übertrug Binnewies dem 55-jährigen Oberstarzt Dr. Wolfgang Krause die Leitung des weit über die Bundeswehr hinaus anerkannten Instituts.Vor zahlreichen hochrangigen Militärs und Gästen aus dem öffentlichen Leben würdigte der Generalarzt der Luftwaffe beim Festakt im Ludger-Hölker-Saal der Offizierschule der Luftwaffe die Verdienste des 1948 in Stuttgart geborenen Kimmich

1968 machte Kimmich erstmals mit „Fursty“ Bekanntschaft, als er beim damaligen Offizieranwärterbataillon in die Bundeswehr eintrat. Nach seinem Medizinstudium in Freiburg führte die militärische Karriere den mit der 800-Meter-Olympiasiegerin von München, Hildegard Falck verheirateten zweifachen Familienvater über die Standorte Bremgarten, wo er zunächst als Truppenarzt und nach einer Weiterbildung im Bundeswehrkrankenhaus Wildbad sowie am Flugmedizinischen Institut als Fliegerarzt eingesetzt war, nach Memmingen. Nach zwei Jahren als Chef der Luftwaffen-Sanitätsstaffel in Memmingen war Kimmich anschließend sieben Jahre Arzt beim Luftwaffenkommando Süd in Meßstetten eingesetzt, bevor dem Luftwaffen-Arzt nach einer kurzen Kommandierung als Leiter der Abteilung I im Sanitätsamt der Bundeswehr in München am 1. April 2002 die Leitung des „FlugMed“ übertragen wurde. Er könne mit Recht stolz sein, lobte Binnewies die Leistung des scheidenden Oberstarztes. „Ihnen ist es gelungen, das Institut sowohl national als auch international höchste Anerkennung zu verschaffen“, so Binnewies. Er habe das Institut in einer schwierigen Zeit übernommen, als eine Umstrukturierung verbunden mit einem erheblichen Stellenabbau anstand. Gleichwohl wurde dem Institut durch den Wissenschaftsrat der Bundesregierung in einem Evaluationsbericht eine ausgezeichnete Qualität der erbrachten wissenschaftsbasierten Dienstleistungen bescheinigt. Selbst der Bundesrechnungshof zeigte sich von den Ideen Kimmichs zum Insourcing überzeugt. „Sie haben sich auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrtmedizin einen bleibenden Namen geschaffen“, beendete Binnewies die Laudatio. Er wolle keinen Tag missen, sagte Kimmich, der seit 2008 auch noch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin ist, bei seiner Abschiedsrede. Es gebe auf der Welt kein vergleichbares Institut. Seine neue Aufgabe erfülle ihn mit Stolz und er freue sich darauf, meinte der neue Leiter des FlugMeds, Oberstarzt Dr. Wolfgang Krause, nach seiner offiziellen Amtseinführung. Krause, der mehrere Einsatzverwendungen im Ausland hinter sich hat, war zuletzt Leitender Sanitätsoffizier im Luftwaffenführungskommando Süd in Köln-Wahn und zugleich Leitender Fliegerarzt der Luftwaffe. Der verheiratete Familienvater zweier Kinder wohnt derzeit noch in Hennef (Sieg).

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