Der Förderverein Furthmühle  Sonderausstellung  „Alles unter Dampf“  

Furthmühle: "Alles unter Dampf"

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Der Förderverein Furthmühle zeigt in seiner Sonderausstellung "Alles unter Dampf".

Egenhofen -  Der Förderverein Furthmühle zeigt in seiner Sonderausstellung „Alles unter Dampf“ –Dampfzeitalter und Furthmühle- einige Aspekte zu dieser Thematik. Zur Ausstellung beigetragen haben die Eisenbahnfreunde aus Mering, Haspelmoor und Mammendorf, das Torfmuseum Gröbenzell, das Heimatmuseum Mering, die Gemeindearchive Grafrath und Maisach, sowie Ruth Strähuber, Familie Kelz, Anton Vetterle, Achim Schneider, Manfred Mall und Herr Gruß.

Die Erfindung der Dampfmaschine löste eine ähnlich revolutionäre Entwicklung aus wie die gegenwärtige Digitalisierung , nur ging diese bedeutend langsamer vonstatten. Die Dampfkraft bereitete den Weg ins Industriezeitalter, da man nicht mehr nur von Wind- und Wasserkraft abhängig war, was besonders für die vielen Mühlen aber auch zum Beispiel die Textilindustrie, den Maschinen-bau, aber auch für die Beförderung von Personen und Waren ganz neue Aus-sichten ermöglichte.

Der Förderverein Furthmühle zeigt in seiner Sonderausstellung „Alles unter Dampf“ –Dampfzeitalter und Furthmühle- einige Aspekte zu dieser Thematik. Der Bogen spannt sich von den vier Dampfmaschinen, die als zusätzliche Kraft zur Glonn von 1858 bis 1872 (Fabrikat Maffei), dann bis 1892 (Fa. Angerer, München), 1892 (eingemauerter Bonleuskessel, Fa. Piedhofer, Achen) und von 1910 bis 1937 (Fa. Wolf, Magdeburg – Buckau) die Furthmühle mit angetrieben haben, über die Entstehung der ersten Fernbahn strecke für die Eisenbahn von München nach Augsburg, mit dem Bahnhof Nannhofen, der für die Furthmühle Bahnstation war, aber auch die Überlegungen der Streckenführung über Egenhofen, die zwar 5 km kürzer gewesen wäre, wegen der Geländesteigungen dann aber durchs Haspelmoor gebaut wurde.

Auch 1919 kam ein Bahnhof Egenhofen nochmal als Lokalbahnprojekt von Maisach bis Odelzhausen ins Gespräch, scheiterte aber vor allem aus finanziellen Gründen. Eine weitere Revolution in dieser Zeit war der Bau der ersten Walzenstühle ab 1850, die in der Maschinenfabrik von Abraham Ganz in Budapest gebaut wurden, in der unter anderem auch Eisenbahnwaggone herstellte und damit das Mahlen des Getreides mit Mühlsteinen abzulösen begann. Auch die Dampfschifffahrt von Grafrath bis Stegen, die Dampfmaschine in der Landwirtschaft und die Geburt des TÜV aus dem Dampfkesselrevisionsverein wird in der Ausstellung thematisiert.

redkb

 

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