Vor dem Bergsteigen nahm Erzbischof Dr. Georg Gänswein eine Tiersegnung auf dem Reiterhof von Innozenz Näßl in Hanshofen vor

Die erste Pferdeweihe des Papst-Sekretärs

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Nach der Messe nahm Erzbischof Dr. Georg Gänswein die Weihe der Pferde vor
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Weihe der Pferde.
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Nach der Messe nahm Erzbischof Dr. Georg Gänswein die Weihe der Pferde vor.
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Viele Besucher der Pferdeweihe fanden keinen Platz mehr unter den aufgestellten Zelten
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Geduldig warteten auch die Pferde bis zum Ende der Messe auf ihre Weihe.
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Vor der Pferdeweihe durch Erzbischof und Papstsekretär Dr. Georg Gänswein wurde eine Hl. Messe gefeiert.
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 Innozenz Näßl, Chef des Islandpferdestalls Hanshofen, begrüßte die vielen Gäste.
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Der Kirchen- und Jugendchor Günzlhofen sorgte für den musikalischen Rahmen

Hanshofen/Mittelstetten -  Die Liedertafel Günzlhofen opferte gerne einen Ferientag, und selbst Innozenz Näßl, der Chef des Islandpferdestalls Hanshofen sang mit bei der ersten Pferdesegnung im Leben des bekannten Papst-Sekretärs, Dr. Georg Gänswein, Privatsekretär des früheren Papstes und Präfekt des päpstlichen Haushalts. Vor dem Besuch seiner Familie im Schwarzwald kam der hohe Gast aus dem Vatikan extra in den Landkreis Fürstenfeldbruck, bevor er mit dem Vater der Reitlehrerin Melanie Worbs, seine alljährliche Bergwanderung antritt - eine Gewohnheit,  die der Erzbischof seit 30 Jahren beibehalten hat.

  Am 12. August kam Erzbischof Dr. Georg Gänswein nach Hanshofen bei Günzlhofen und hielt dort auf der Reitanlage von Innozenz Näßl eine Messe mit anschließender Pferdeweihe ab. Der Papst-Sekretär zelebrierte trotz angeschlagener Gesundheit mit Pfarrer Josef Heiß vom Pfarrverband Glonnauer Land die Messe und segnete anschließend die an ihm vorbeigeführten Pferde. „Bei so einem Wetter, das hier alles aufzubauen, das war nicht spaßig“, meinte Näßl zur Begrüßung zu den vielen Besuchern, die sich trotz des Regenwetters und kühler Temperatur auf den Weg nach Hanshofen aufgemacht hatten, um bei diesem nicht alltäglichen Ereignis dabei zu sein. „Aber ich freue mich riesig, dass so viele gekommen sind".

 „Es regnet, Gott segnet“, begrüßte danach Pfarrer Heiß die unter dem Zeltdach bzw. bei leichtem Nieselregen unter den angrenzenden Birken Schutz suchenden Gäste. „Es ehrt uns sehr, dass Sie eigens Ihren Urlaub unterbrochen haben um hier nach Hanshofen zu kommen.“

 Aus dem heißen Rom ins kühle Bayern, das zehre an der Gesundheit, meinte Erzbischof Dr. Gänswein mit belegter Stimme. „Wenn`s nicht mehr geht, muss ich aufhören“, sagte er.  Vom „jemandem, mit dem ich Pferde stehlen kann“, sprach er anschließend über die Zuverlässigkeit und das Vertrauen zwischen Pferd und Mensch. Ein Pferd merke, ob man es gut mit ihm meint oder nicht. Pferde hätten  Antennen für das Gute im Menschen. Wo sich ein Pferdenarr um sein Pferd kümmert, danke ihm das Pferd für den liebevollen Umgang. Das mache auch die Natur, baute der Erzbischof eine Brücke zur Schöpfung.  Auch der Mensch sei ein Teil der Schöpfung. 

Der 1956 in Waldshut geborene Sohn eines Schmieds entschied sich mit 20 Jahren für die kirchliche Laufbahn. Nach seinem Theologiestudium erhielt er 1984 die Priesterweihe im Erzbistum Freiburg. Es folgten unter anderem Tätigkeiten als Kaplan in Oberkirch und Domvikar in Freiburg. 1996 wechselte Gänswein in die Kongregation für die Glaubenslehre. 2003 wurde der promovierte Geistliche persönlicher Sekretär von Joseph Kardinal Ratzinger, nach dessen Wahl zum Papst sein erster Privatsekretär. 2012 wurde er zusätzlich Präfekt des päpstlichen Haushalts. Im Januar 2013 folgte die Weihe zum Titular-Erzbischof von Urbisaglia.

Dieter Metzler

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