Gastredner Prälat Prof. Dr. Dr. Peter Beer sprach beim CSU-Neujahrsempfang in Maisach zum Jahr der Freiwilligkeit

auf (von links): Fraktionsvorsitzende Gabriele Rappenglitz, Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, Prälat Peter Beer, Bürgermeister Hans Seidl, Ortsvorsitzender Christian Kemether, 2. Bürgermeister Roland Müller. Fotos: Dieter Metzler

Alle zwei Jahre ehrt die Maisacher CSU bei ihrem Neujahrsempfang traditionell einen Bürger für ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl. Auch wenn turnusgemäß keine Ehrung anstand, so stand das Ehrenamt gleichwohl im Mittelpunkt des diesjährigen Empfangs. Dafür sorgte der Gastredner des Abends, Prälat Prof. Dr. Dr. Peter Beer, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising. Bei seinen Gedanken zum neuen Jahr wählte der Domkapitular das von der Europäischen Union heuer zum „Jahr der Freiwilligkeit“ ausgerufene Jahr aus. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang in der Turnhalle der Grundschule Gernlinden vom Kirchenchor Gernlinden unter der Leitung von Alfons Strähhuber und dem Akkordeonorchester „Maisacher Würfel“ unter der Leitung von Angelika Franken.

Maisachs Ortsvorsitzender Christian Kemether freute sich neben den ca. 200 Gästen aus den Vereinen, der Politik, den Banken und der Wirtschaft auch die Ehrenpreisträger Brigitte Balon (2004), Hans Gruber (2006) und Marianne Baader (2008) begrüßen zu können. Preisträger Georg Mundo (2010) fehlte aus gesundheitlichen Gründen. Bayerns Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet dankte Kemether für die Unterstützung bei der Sanierung der Gernlindener Grundschule und Turnhalle. Dank seines Engagements erhielt die Gemeinde für energetische Maßnahmen 1,8 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket. Bevor Kemether den Ehrengast ans Rednerpult bat, erinnerte der Ortsvorsitzende an viele globale Ereignisse des vergangenen Jahres. Er wisse zwar nicht, was das neue Jahr bringe, aber der Einsatz im Ehrenamt beeinflusse nicht nur das jetzt und heute, sondern auch die Zukunft. „Bedenken sie bei ihrem Engagement die Nachhaltigkeit“, meinte Kemether, „unsere künftigen Generationen werden da anknüpfen, wo wir ihnen das bestellte Feld hinterlassen.“ Dies gelte für die Politik und Wirtschaft genauso wie für die Vereine. „Was wäre unsere Gesellschaft ohne die vielen ehrenamtlich arbeitenden Menschen“, stellte Prälat Beer die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit in allen Bereichen heraus. 37 Prozent der über 13-Jährigen in Bayern engagieren sich ehrenamtlich, hauptsächlich in Sportvereinen, aber auch in Schulen, Kindergärten, Kirchen und sozialen Einrichtungen. „Da kommen 75 Millionen Stunden im Monat zusammen“, berichtete Beer, der aber auch die Probleme streifte, die sich im Zusammenspiel von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen ergeben können. Deshalb solle man sich davor hüten, dass Ehrenamt als Notnagel zu betrachten, warnte er. „Das Ehrenamt ist nicht nur der Kitt unserer Gesellschaft, sondern auch die Zukunft unserer Gesellschaft.“ Wenn sich Bürger ehrenamtlich einbringen, identifizieren sie sich mit dem Gemeinwohl, so der Prälat, der aber auch einen Wandel in der Motivation ausmachte. Viele engagieren sich ehrenamtlich, um Erfahrungen zu sammeln, um ihr Selbstwertgefühl zu steigern, um sich politisch einzubringen, oder um sich persönlich Erlebnisse zu schaffen. Vor allem ältere Menschen engagieren sich verstärkt in ihren Gemeinden, so der Generalvikar. Das hänge damit zusammen, dass sie im Alter noch fitter sind als früher. Die verbreitete Meinung von der Spaßgesellschaft stimme nicht, meinte Beer. Viele engagieren sich über zehn Jahre und die Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzubringen, wachse ständig. Bevor die Gäste am Buffet Zeit für Begegnung und Gespräche erhielten, meinte CSU-Ortschef Kemether bei der Übergabe eines Geschenkkorbs mit Brucker Landprodukten an den Ehrengast, dass sich die Gemeinde nach diesen Ausführungen glücklich schätzen könne, denn in Maisach genieße das ehrenamtliche Engagement einen hohen Stellenwert.

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