Museumspädagogisches Angebot für Geflüchtete im  Brucker Museum ein voller Erfolg

 Willkommen im Museum

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Teilnehmer des Deutschkurses besuchten das Museum.

Fürstenfeldbruck - Zusammen mit der Museumspädagogin Doris Hefner und den Helferinnen im Asylkreis Fürstenfeldbruck Hermine Kusch (Stadträtin BBV), Heidi Sedlmair (Deutschlehrerin) und Hiltraut Wurm (Sozialforum Amper) hat das Museum Fürstenfeldbruck ein museumspädagogisches Programm für Geflüchtete entwickelt. Im Vordergrund des Programmes stehen der Spracherwerb, das Kennenlernen des neuen Lebensumfeldes und die Begegnung mit der Institution Museum.

Der erste Besuch einer Gruppe von Müttern mit ihren Kindern und einer Gruppe erwachsener Asylbewerber aus dem Sprachkurs von Heidi Sedlmair am Samstag, 5. März, war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer, die vorwiegend aus Syrien und Afghanistan kommen, waren bei der Betrachtung von Gemälden des Malers Carl F. Steinheil mit großer Begeisterung dabei, konnten ihre Deutschkenntnisse anwenden und ihren Wortschatz erweitern. In der anschließenden Kreativ-Werkstatt malten Kinder und Erwachsene sehr konzentriert. Es entstanden berührende und meist auch hoffnungsfrohe Bilder.

"Für den Tag im Museum habe ich meinen Besuch in der Moschee ausfallen lassen"

Deutschlehrerin Heidi Sedlmair hat die Teilnehmer ihres Deutschkurses gebeten, ihre Eindrücke vom Museumsbesuch zu formulieren:  Amal Alaswad (36, Syrien):“Für den Tag im Museum habe ich meinen Besuch in der Moschee ausfallen lassen. Ich habe auch in Syrien schon Museen gesehen und wollte das nun auch in Deutschland tun. Doris Hefner hat uns so viele Dinge zu den Bildern erklärt. Das war gut für meinen Geist! Und das Gespräch in der Gruppe fand ich sehr interessant. Ich habe viele Fotos gemacht und meiner Familie in Syrien und Kuwait geschickt.

Ola Al Omar malte dieses Bild.

Rodin Hesso (31, Syrien): „Am meisten beeindruckt hat mich das Bild am Eingang des Museums von dem Mann, der seine Frau getötet hat und die große Kirche erbaut hat (Ludwig der Strenge, Klosterkirche). Alle Gebäude um die Kirche und das Museum waren sehr schön!"

Ali Moktary (18, Afghanistan): "Mir hat am besten gefallen, Bilder anzuschauen und dann selbst zu malen!"

Doraid Ammar (19, Syrien):"Mein Lieblingsbild war das Bild von der Insel Capri. Man sieht viele Häuser wie in Syrien, einen alten Mann mit Bart und ein Mädchen ohne Schuhe. So habe ich das Wort "barfuß" gelernt."

Imam Ammar (33, Syrien):"Wir durften auch schöne alte Hüte probieren und uns fotografieren. Das war sehr lustig! Das schönste Bild aber war das mit der armen traurigen Familie am Tisch: Großmutter, Großvater und Enkelin."

Elaf Ammar (10, Syrien):"Wir haben eine 100 Jahre alte Küche mit Geschirr aus Fürstenfeldbruck gesehen. Das und die große Kirche haben mir am besten gefallen."

Ola Ammar (22, Syrien):"Wir sahen viele Gemälde, die vor 100 Jahren gemalt wurden, z.B. ein Bild mit einem traurigen Waisenmädchen und ihren Großeltern oder das mit dem kleinen Dorf, dem alten Mann und dem Mädchen, das barfuß lief. Wir haben viel Deutsch gesprochen, viel gelernt und profitiert und alles genossen."

Weitere Besuche des Kurses im Museum im Mai und im Juni sind schon fest eingeplant.

Eva von Seckendorff, Museum FFB

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