MdEP Dr. Angelika Niebler: "EU-Länder entscheiden selbst über Anbau gentechnisch veränderten Saatguts" – EU-Parlament und Mitgliedsstaaten einigte ...

Gentechnik: Nationale Anbauverbote künftig möglich 

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Dr. Angelika Niebler, MdEP

Fürstenfeldbruck/Brüssel – Neue Entscheidung zum sensiblen Thema Gentechnik: Nationale Anbauverbote sind  künftig möglich. Die  EU-Länder entscheiden selbst über Anbau gentechnisch veränderten Saatguts. In der Nacht zum Donnerstag, 4. 12. 2014  haben sich Vertreter des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten auf neue EU-Standards beim Gentechnikanbau geeinigt. Jedes der 28 EU-Länder kann künftig nationale GVO-Anbauverbote auf seinem Hoheitsgebiet erlassen.

 „Wir haben seit Jahren dafür gekämpft, dass es einen unkontrollierten Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU bei uns nicht geben wird. Endlich haben wir Gewissheit, dass Bayerns Felder auch künftig gentechnikfrei bleiben werden!“, erklärte Angelika Niebler, CSU-Europagruppenvorsitzende und Co-Vorsitzende der CDU/CSU im Europaparlament. Die nun getroffene Einigung sieht vor, das Selbstbestimmungsrecht jedes einzelnen Landes beim Anbau gentechnikveränderter Pflanzen zu stärken.

 Bisher durften Unternehmen, wenn sie für ihre gentechnisch veränderte Pflanze eine zentrale EU-Zulassung erhalten haben, diese in der gesamten EU anbauen, ob vom einzelnen Mitgliedsstaat gewünscht oder nicht. Zukünftig können Mitgliedsstaaten trotz einer europäischen Zulassung nationale Anbauverbote nach einem zweistufigen Verfahren aussprechen. Zusätzlich dazu müssen jene Länder, die GVO anbauen, deren Übergreifen auf angrenzende Gebiete verhindern.

 "Wir müssen die Ängste und Befürchtungen der Verbraucherinnen und Verbraucher ernst nehmen. Entscheidungen dieser Tragweite müssen auf die Akzeptanz vor Ort Rücksicht nehmen. Daher ist es besonders wichtig, dass die Probleme in den Grenzgebieten berücksichtigt worden sind“, sagte Niebler. Das Verhandlungsergebnis muss noch vom EU-Parlament und den Mitgliedstaaten formell bestätigt werden. Die neue EU- Richtlinie kann dann im kommenden Frühjahr in Kraft treten.

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