"Erinnern ist keine Selbstverständlichkeit" sagte der israelische Diplomat in Fursty 

Gesandter-Botschaftsrat Yair Even dankt FFB für die Gedenkarbeit

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Gesandter-Botschaftsrat Yair Even und der stellvertretende Landrat Johann Wieser legen Steine zum Gedenken an die 12 Opfer auf die Gedenkstätte vor dem Fliegerhorstgelände in Fürstenfeldbruck

„Erinnern ist keine Selbstverständlichkeit“ sagt Yair Even, Gesandter-Botschaftsrat der Botschaft des Staates Israel, anlässlich der Gedenkveranstaltung für die 11 getöteten israelischen Sportler und des deutschen Polizisten während der Olympischen Spiele 1972 in München. Bei seinem Besuch am 05.09.2014 in Fürstenfeldbruck – aufgrund von Verkehrsproblemen/Pilotenstreik  erst nach dem Ende der offiziellen Gedenkveranstaltung - legte er Steine zum Gedenken an die 12 Opfer nieder.

Er besichtigte den alten Tower auf dem Fliegerhorstgelände und bedankte sich in einem Gespräch mit dem stellvertretenden Landrat Johann Wieser ausdrücklich dafür, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck mit unermüdlichem Engagement die wichtige Erinnerung an den terroristischen Überfall während der Olympiade 1972 schon viele Jahre lang aufrecht erhält. Er versicherte dem Landkreis seine immer währende und uneingeschränkte Unterstützung.

Der Botschaftsrat Yair Even, 1966 in Haifa geboren, verbindet eine ganz persönliche Geschichte mit dem Olympiaattentat: Sein Onkel Itamar Marzel war damals Spieler in dem israelischen Basketball Nationalteam, das ursprünglich an den Olympischen Spielen 1972 in München hätte teilnehmen sollen. Als kleiner Junge von 6 Jahren war erst die Enttäuschung und dann die Erleichterung groß, dass die Mannschaft letztendlich nicht nach München gereist war. Botschaftsrat Yair Even nahm so die schrecklichen Nachrichten des 5. September aus sehr persönlicher Sicht wahr. „Jeder Mensch ist eine ganze Welt“, fügte er hinzu.

Der Terror sei seither größer und stärker geworden, so Even, richte er sich gegen Unschuldige, so sollten wir nicht fragen, gegen wen und was genau der Grund ist. Der Terror wende sich immer gegen uns alle, gegen die, die in Frieden und in Sicherheit mit sich selbst und der Umgebung leben wollen. Die Bekämpfung des Terrors stehe in der gemeinsamen Verantwortung aller Länder, die sich der Freiheit und Demokratie verschrieben haben.

 

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