Freisprechungsfeier für 46 Auszubildende, darunter Innungssieger aus dem Brucker Landkreis 

Prinz Luitpold: Selbst bei den Königen stand das Handwerk hoch im Kurs 

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Die Innungs-Sieger 2013 mit Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer: Friseur-Innung: Anna-Maria Lutz (FFB), Bau-Innung: Maximilian Schwab (Gilching), Bäcker-Innung: Stefanie Graf (Poigern), Maler-Innung: Jessica Winkler (Landsberied), Metzger-Innung: Johannes Thurner (Maisach), Schreiner-Innung: Matthias Müller (Gilching).

Fürstenfeldbruck – 46 Auszubildende aus dem Brucker Landkreis erhielten in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Schule und Wirtschaft am 10. September bei der Freisprechungsfeier im Graf-Rasso-Gymnasium ihren Gesellenbrief aus der Hand von Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer überreicht. Zugleich wurden die sechs Innungsbesten ausgezeichnet.

 Die Musikgruppe „Handgemacht“ begleitete die Feierstunde musikalisch. Höfelsauer freute sich über die zahlreichen Ehrengäste, dokumentieren sie mit ihrer Anwesenheit doch die Verbundenheit mit dem Handwerk. Das Handwerk im Landkreis trage mit ca. 3.600 Betrieben, 10.500 Beschäftigten, 890 Auszubildenden und einem Umsatz von 1,155 Milliarden Euro zur Stabilität und zum Wohlstand im Landkreis bei. Regionalität, Qualität, Innovation sowie Leistungsstärke, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit zeichnen die Betriebe aus, so Höfelsauer. „Und darauf sind wir stolz.“

 Als leuchtendes Beispiel und Garant für Arbeits- und Ausbildungsplätze gratulierte Höfelsauer der Firma Leib GmbH in Moorenweis zum 100-jährigen Betriebsjubiläum. Bayerns Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet lobte bei seinem Grußwort das duale Ausbildungssystem in Bayern als die „Wunderwaffe“ gegen die Arbeitslosigkeit, um das das Ausland uns beneide. „Der Abschluss ist kein Geschenk, sondern den haben Sie sich hart erarbeitet“, gratulierte er den Gesellen. Der Abschluss gelte weltweit als anspruchsvoll und werde hochgeschätzt. Das Handwerk werde zu Recht als Rückgrat der deutschen Wirtschaft bezeichnet. „Das sind hervorragende Voraussetzungen für Sie“, so Bocklet. „Sie werden gebraucht, um den Fachkräftemangel zu verringern“, rief der stellvertretende Landrat Johann Wieser den Gesellen zu und gab ihnen ein chinesisches Sprichwort mit auf den Weg. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom“, sobald man aufhört, fällt man zurück.“ 

Brucks zweiter Bürgermeister Johann Schilling sprach die Gesellen mit „sehr geehrte“ an, wobei er meinte, das sei keine bloße Floskel, sondern „Sie sind heute mal die Geehrten“. Berufsschuldirektorin Andrea Reuß gab den Berufsanfängern ebenfalls ein Sprichwort mit auf den Weg: „Nicht das, was ich erreicht habe, ist mir wichtig, sondern das, was noch vor mir liegt.“ Die Betriebe brauchen gute Fachkräfte, so Reuß, „und gut bleibt man nur, wenn man sich fortbildet.“ 

S.K.H. Luitpold Prinz von Bayern

 Ein Plädoyer auf das Handwerk hielt Seine Königliche Hoheit  Luitpold  Prinz von Bayern bei der Festansprache. Das Handwerk habe aus dem einstigen Agrarland Bayern ein Industrieland geschaffen. Selbst bei den Königen stand es hoch im Kurs. Längst stehe es auch nicht hinter dem Akademiker zurück. Das Handwerk genieße eine enorme Wertschätzung, so Prinz Luitpold. Kein Land der Welt habe so gute Qualitätsarbeit, die „Welt schreit nach deutschen Handwerkern“. Und den jungen Berufsanfängern gab er mit auf den Weg: „Sie müssen stolz sein auf das, was Sie produzieren.“ Nach dem Freisprechungsakt überreichten die Obermeister der jeweiligen Innungen die Gesellenbriefe. 

Die Schreiner- und die Friseur-Innung stellten mit jeweils 13 Gesellen das Gros an neuen Gesellen. Bei den Malern und Lackierern beendeten sechs Gesellen ihre Ausbildung. Bei der Bäcker-Innung erhielten zwei Bäcker sowie fünf Fachverkäuferinnen ihren Gesellenbrief, bei der Bau-Innung vier Maurer und ein Stuckateur, und bei der Metzger-Innung freuten sich ein Metzger sowie ein Fachverkäuferin über das erfolgreiche Ende ihrer Ausbildung. Mit einer Ehrenurkunde wurden die beiden Friseurinnen Annemarie Feraschin und Heike Hoffmann für 40- bzw. 25-jährige Betriebstreue im Haarstudio Wieser & Meyer in Eichenau ausgezeichnet. Friseurmeister Klaus Schmelmeier erhielt den „Goldenen Meisterbrief“, und der Obermeister der Schreiner-Innung, Harald Volkwein, ehrte Andreas Walch aus Maisach vom Betrieb Otto Bals aus Aich, der aus dem Wettbewerb „Gute Form“. als Sieger hervorging.

Dieter Metzler 

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