Gesellschaftsabend Unteroffiziere - Diese Tradition muss weiterleben

In seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender der Unteroffizier- Vereinigung des Standortes Fürstenfeldbruck, begrüßte Oberstabsfeldwebel Werner Maier zum letzten Mal die vielen Ehrengäste aus Wirtschaft, Verwaltung und den zivilen und militärischen Dienststellen des Fliegerhorstes sowie zahlreiche Mitglieder zum traditionellen Gesellschaftsabend im Brucker Fliegerhorst. Der Berufssoldat tritt mit Ablauf des Monats März in den Ruhestand.

Nachdem bereits anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Kommandeur der 1. Luftwaffen Division und Standortälteste, Generalmajor Heinz-Dieter Naskrent, im vergangenen Jahr die Geschichte der Unteroffizier-Vereinigung gewürdigt hatte, hob der stellvertretende Kommandeur, Brigadegeneral Hans-Georg Schmidt, bei seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung der Vereinigung hervor. Er bezeichnete den Club als eine Art „Brückenbauer“ zwischen den aktiven Soldaten, den ehemaligen Soldaten und zivilen Mitarbeitern. Brucks Stadtoberhaupt Sepp Kellerer machte bei seinem Grußwort einen kleinen Abstecher in die Politik. Das Vertrauen in Politik und Banken sei durch die Finanzmarktkrise schwer erschüttert worden, so Kellerer. Er hoffe auf eine unbürokratische Umsetzung des Konjunkturprogramms und dass die Stadt von dem Geldfluss partizipieren werde. Dem Kommandeur der Offizierschule, Brigadegeneral Klaus Habersetzer, wünschte Kellerer, dass endlich die Mittel für die dringende Sanierung der Offizierschule fließen werden. Zuvor hatte der scheidende Vorsitzende Werner Maier den Dank an alle, die ihm bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben während seiner Amtszeit unterstützt haben, in den Mittelpunkt seiner Ansprache gestellt. Maier dankte seinen Vorstandsmitgliedern und seinen militärischen Vorgesetzten, die ihm stets den Freiraum zur Ausübung des Ehrenamtes gewährten. Die Zeit als Vorstand bezeichnete Maier als aufregenden und lehrreichen Lebensabschnitt. Als absolutes Highlight stellten für ihn die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr dar. Maier bedauerte aber auch, dass die aktiven Unteroffiziere dem Gesellschaftsabend nach wie vor zu wenig Beachtung schenken. Maier appellierte an die Verbundenheit des Berufsstandes. Die Unteroffizier-Vereinigung besitze einen hohen Stellenwert nicht nur innerhalb des Fliegerhorstes, sondern auch im Landkreis, so Maier. Über fünf Jahrzehnte pflegen Unteroffiziere, zivile Mitarbeiter des Fliegerhorstes sowie Polizeibeamte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in den Clubräumen regelmäßig den Dialog. „Diese Tradition muss weiter leben“, sagte Maier. Bevor der Vorsitzende den offiziellen Teil beendete, und die Gäste sich an einem Gala-Buffet laben konnten, um den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen, sorgte Kabarettist Oli Materlik mit Geschichten, die weniger politisch, dafür mehr aus dem richtigen Leben stammten, für Kurzweil.

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