Stadt FFB braucht dringend mehr Einnahmen - Antrag von Stadtrat Lohde wird im Stadtrat behandelt

Antrag auf Erweiterung der Gewerbeflächen

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Der Fraktionsvorsitzende der CSU im Brucker Stadtrat, Andreas Lohde, stellte im Namen der Fraktion einen Antrag auf Erwerb von weiteren Gewerbeflächen

Fürstenfeldbruck – Der Verabschiedung des Haushalts für 2016 stimmte der Brucker Stadtrat gegen die Stimmen der CSU, Freien Wähler und der FDP zu. Die Ausgaben mit fast 88 Millionen Euro übersteigen die Einnahmen, so dass die Stadt mit einer Nettoneuverschuldung von 6,4 Millionen Euro zum Jahresende die 40-Millionen-Schuldenmarke um eine halbe Million Euro übertrifft. Die Große Kreisstadt benötigt dringend neue Einnahmequellen.

  Vor diesem Hintergrund stellte der Fraktionsvorsitzende der CSU, Andreas Lohde, nun im Namen der Fraktion einen Antrag an den Stadtrat, in dem sich die Brucker CSU für die Ausweisung von weiteren Gewerbeflächen einsetzt. Bei einer Vermarktung von zusätzlichem Gewerbegrund würde die Stadt ihre Gewerbesteuereinnahmen deutlich steigern können. Fürstenfeldbruck liege im Vergleich mit anderen vergleichbaren Städten, so Lohde, unter dem Durchschnitt bei den Gewerbesteuereinnahmen. „Wir können nicht weiter nur auf die Konversion des Fliegerhorstgeländes warten und hoffen“, meinte Lohde.

 Angesichts der aktuellen politischen Lage lasse sich der Abzug der Dienststellen im Fliegerhorst ohnehin jetzt weniger terminieren als noch vor zwei Jahren, begründet Lohde den Antrag. „Wir dürfen den Mittelstand nicht mit der Hoffnung auf den Fliegerhorst vertrösten“, ist auch Franz Höfelsauer, Mittelstandsreferent im Brucker Stadtrat, überzeugt und unterstützt den Antrag. „Wir müssen jetzt handlungsfähig sein, da die Entwicklung, auch von neuen wohnortnahen Arbeitsplätzen, sonst an Fürstenfeldbruck vorbeigeht.“ Gerade in den vergangenen Jahren habe sich Fürstenfeldbruck von einer Auspendler- zu einer Einpendlerstadt entwickelt. Um diese positive Entwicklung nicht wieder rückläufig werden zu lassen, sollte neben der Forcierung von Wohnbauprojekten auch das Angebot an Arbeitsplätzen gesteigert werden. Wohnen und Arbeiten zusammenzubringen, dürfe aber nicht nur von der weiteren Entwicklung des Fliegerhorstgeländes abhängig gemacht werden.

Der zum 29. Februar zum Aufbau einer Stadtentwicklungsgesellschaft nach Darmstadt gewechselte Industha-Geschäftsführer Andreas Hackmann habe in seinen Berichterstattungen in den vergangenen Jahren stets darauf hingewiesen, dass die in der Hasenheide Nord zu vermarktenden Flächen zur Neige gehen und keine Gewerbeansiedlungen in der Hasenheide Nord, mehr möglich sein würden, erinnert Lohde daran, dass die Flächen so gut wie ausgereizt seien. Es sei deshalb unumgänglich, dass Peter Lackerschmid, Architekt und langjähriger Leiter der Bauabteilung der Sparkasse Fürstenfeldbruck, der seit ersten März die Industha als neuer Geschäftsführer führt, weitere Gewerbe- und Geschäftsflächen in der Hasenheide oder auch im Stadtgebiet auszuweisen, damit ein gesundes Wachsen der städtischen Struktur ermöglicht werden kann.

Dieter Metzler

 

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