Am 23. April fand der Girls' Day im Brucker Fliegerhorst statt

Girls' Day in Fursty

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Die 17-jährige Sara Sachsenhauser vom Edith-Stein-Gymnasium im Flugsimulator

Fürstenfeldbruck – Seit dem Aussetzen der Wehrpflicht kämpft die Bundeswehr um Nachwuchs. Der Freiwilligenarmee fehlen zunehmend Soldaten. Deshalb wird verstärkt um Nachwuchskräfte geworben. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist dabei, die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiver zu machen, insbesondere auch für Frauen. Sogenannte Karriereberater sind pausenlos im Einsatz auf Jobmessen, bei Projekttagen, in den Schulen. 

Schon im Alter zwischen 13 und 16 Jahren sollen Jugendliche angesprochen werden, um sie für die Berufe bei der Bundeswehr zu interessieren. Girls`Day – das ist ein Projekt der Bundesregierung, um Mädchen zu einer Ausbildung in nicht frauen-typischen Berufen zu motivieren. Bei der Bundeswehr ist die Aktion da an der richtigen Adresse, denn bis vor wenigen Jahren noch war bis auf den Sanitätsbereich und der Militärmusik die Berufswelt des Soldaten eine reine Männerbastion.

Zur Erinnerung an den „Girls`Day“ 2015 erhielt jede Teilnehmerin am Ende des Tages ein Gruppenfoto

Am 23. April war es wieder soweit: In der Bundesrepublik fand der „Girls`Day“ statt. Die Bundeswehr öffnete an diesem Tag die Kasernentore, um sich als attraktiver Arbeitgeber für Frauen zu empfehlen. So nahm auch die Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) heuer wieder an der bundesweiten Aktion teil. 30 Schülerinnen aus den achten bis elften Klassen der Realschulen und Gymnasien aus der Region konnten sich den ganzen Tag über einen Einblick in den Arbeitsalltag beim Arbeitgeber Bundeswehr machen.

Das Interesse war schon im Vorfeld groß, berichtete der bei der OSLw für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Oberstabsfeldwebel Uwe Lenke. Die 30 angebotenen Plätze waren im Nu vergriffen. „Schon im Februar waren wir restlos ausgebucht.“ Der Girls`Day bot den 14- bis 17-jährigen Mädels einen Blick hinter die Kulissen der OSLw. An drei Stationen konnten sie erleben wie man einen Flugsimulator bedient, wie man Feuer macht, ohne ein Streichholz bzw. ein Feuerzeug zu benutzen, und sie erfuhren, was sich hinter dem Begriff „Eye in the sky“ verbirgt. Von 9 Uhr bis um 15.30 Uhr wurden die Schülerinnen dabei von einem Team der OSLw begleitet, das den Teilnehmerinnen Rede und Antwort stand. Zu diesem „Mädchenzukunftstag“ durften die Schülerinnen dabei zeitweise in die Rolle eines Soldaten schlüpfen.

So konnten sie den Flugsimulator ausprobieren, beim „Leben im Felde“ das Gesicht mit schwarzer Schminke „tarnen“, die Einmann-Verpflegungsration über dem selbst entfachten Feuer aufwärmen und anschließend probieren, und sie erhielten im Ausbildungszentrum abbildende Aufklärung Luftwaffe Kenntnis über die Arbeit eines Luftbildauswerters. Gegen Ende des ereignisreichen Tages klärte ein Wehrdienstberater die Schülerinnen über die Aufgaben und Karrieremöglichkeiten in der Bundeswehr auf. Bei einem der größten Arbeitgeber in Deutschland reichen die Karrierechancen von militärischen bis zu zivilen Ausbildungen und Studiengängen. 

Auch Frauen haben gute Chancen, Karriere beim Bund zu machen, versicherte der Wehrdienstberater. Derzeit seien ca. 20 Prozent der Bundeswehrangehörigen Frauen, die Tendenz ist steigend. Bei der abschließenden Frage an die 30 Teilnehmerinnen des Girls`Day von Oberst Oliver Kemmerzell, Kommandeur der I. Lehrgruppe der OSLw, wer sich denn eine Karriere bei der Bundeswehr vorstellen könne, streckten nur zögerlich einige den Finger in die Höhe. Zum Abschied erhielt jede Teilnehmerin eine Urkunde mit einem Foto, zu dem sich die Schülerinnen und das Betreuerteam am Vormittag neben dem Motto der OSLw „Ich will“ Aufstellung genommen hatten. 

Dieter Metzler

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