Green New Deal - Christine Scheel

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HANS KÜRZL, Landkreis Fürstenfeldbruck „Zukunft und Wirtschaft hat etwas mit der Schonung von Ressourcen zu tun.“ Mahnend und energisch zugleich gibt sich Christine Scheel (Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Grüne) in der Runde, die sich im „Nachtasyl“ der Germeringer Stadthalle zusammengefunden hat. Wirtschaftspolitik und der von den Grünen aufgenommene „Green New Deal“ stehen auf dem Programm der Veranstaltung, die von den Kreisverbänden Fürstenfeldbruck und Starnberg organisiert worden war. Ökonomisches sei mit ökologischem so zu verbinden, dass es soziale Sicherheit gewährleiste. So erklärt Scheel den „Green New Deal“. Ihrer Ansicht nach bedeutet dies, dass man neue Ideen unterstützen müsse. „Nicht mit reinen Subventionen, sondern mit Anschubfinanzierung“, so Scheel. Diese müssten dann nach und nach zurückgeschraubt werden. Denn der Bundeshaushalt ist laut Scheel überlastet, weil allein 40 Milliarden Zinsen pro Jahr eingeplant werden müssten. In diesem Zusammenhang griff Christine Scheel die FDP an. „Ich kann nirgends Potentiale entdecken, die deren Versprechungen abdecken.“ Aber auch die alten Rezepte der Linken seien alles andere als zukunftsfähig. „Reichtum für alle muss man finanzieren können“, sagte Scheel. Und ob die SPD stark genug aus den Wahlen hervorgehe, um eine rot-grüne Koalition bilden zu können, sei zweifelhaft. Mögliche Koalitionspartner, so Scheel, „müssen wir als Grüne umweltpolitisch sowieso vor uns hertreiben“. Nur so seien große Ziele zumindest im Kleinen erreichbar. Fragen nach möglichen Koalitionen oder nach übereinstimmenden Gesichtspunkten mit anderen Parteien in Sachen „Green New Deal“ wurden von Moderator Bernd Pfitzner vom Kreisverband Starnberg abgeblockt. Thomas Gambke aus Landshut sprach sich für eine Rückbesinnung auf echte unternehmerische Werte aus. Siemens, Bosch, Porsche seien Menschen gewesen, die von Ideen begeistert waren. Dass alles in einem wirtschaftlich soliden Rahmen ablaufen müsse, verstehe sich, sagte Gambke. Dennoch müsse man sich überlegen Bonusvereinbarungen so zu treffen, dass zum Beispiel alle Mitarbeiter eine Firma motiviert werden können. Für mehr menschliche Kategorien sprach Thomas Bär aus, der für Starnberg/Miesbach/Tölz/Wolfratshausen in den Bundestag einziehen will. Nur so könne man darauf hoffen, dass ich im Wirtschaftssystem etwas ändert. Der Landtagsabgeordnete Sepp Dürr drückte das so aus: „Wenn wir Grüne stark genug werden, wird es insgesamt ein Nachdenken geben.“

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