Vorreiter-Rolle im Landkreis – Offizielle Urkunde nahmen Bgm. Rubenbauer und Niehoff, Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe entgegen

Gröbenzell ist Fairtrade-Gemeinde und Pionier im Landkreis FFB

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(v.l.): Dieter Rubenbauer (1. Bürgermeister der Gemeinde Gröbenzell), Maren Sartory (TransFair-Botschafterin), Joachim Niehoff (Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe)

Gröbenzell -  Als erste Kommune im Landkreis Fürstenfeldbruck wurde Gröbenzell am 13. Juli 2013 - noch vor der Landeshauptstadt München - von TransFair e.V. als Fairtrade-Gemeinde ausgezeichnet. Die offizielle Urkunde dafür nahmen Dieter Rubenbauer, 1. Bürgermeister von Gröbenzell, und Joachim Niehoff, Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe, von TransFair-Botschafterin Maren Sartory im Bürgerhaus entgegen.

 In ihrer Ansprache betonte TransFair-Botschafterin Sartory: „Durch ihr Engagement für den Fairen Handel vor Ort nimmt die Gemeinde Gröbenzell eine Vorreiterrolle im Landkreis ein.“ Gröbenzell setze damit ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, indem die Gemeinde dazu beitrage, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen werde, führte Sartory aus. 

 In Gröbenzell war das Projekt durch die lokale Agenda 21 Gröbenzell initiiert worden. Im November 2011 erfolgte dann ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss. Gleichzeitig wurde die Agenda 21 mit der Bildung einer Steuerungsgruppe und der Umsetzung des Projektes beauftragt, die das ehrgeizige Vorhaben unter der Ägide von Joachim Niehoff in gerade einmal 12 Monaten realisiert hat – gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Vereinen, Verwaltung, Kirchen, Einzelhandel und Gastronomie. Im gemeinsamen Schulterschluss hatten diese in den vergangenen Monaten mit Informationsständen- und diversen Aktionen für den Einkauf und die Verwendung von Fairtrade-Produkten geworben. 

Und als besonderes Schmankerl verkauft die Gemeinde im Biomarkt Tagwerk nun auch ihren eigenen fair gehandelten „Gröbenzell Kaffee", einen Fairtrade-Kaffee aus dem Äthiopischen Regenwald. Verkauft wird dieser – neben weiteren nach ökologischen und sozialen Kriterien gesiegelten Produkten – ab sofort in 17 Einzelhandelsgeschäften und vier Gastronomiebetrieben in Gröbenzell n. Das ist aber erst der Anfang: „Die Auszeichnung heute ist kein Grund sich zurückzulehnen, sondern ganz im Gegenteil. Das Erreichte ist für die Gemeinde Ansporn, weiter am gemeinsamen Ziel miteinander weiter zu arbeiten“, sicherte Bürgermeister Dieter Rubenbauer in seiner Dankesrede im Rahmen der Auszeichnungsfeier zu.

 Auch Joachim Niehoff, Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe, betonte: „Die Fairtrade-Steuerungsgruppe Gröbenzell bleibt bestehen. Wir wollen den fairen Handel in unserer Gemeinde mit Projekten und Aktionen weiter vorantreiben“, sagte er. Nächster Schwerpunkt sei nun das Thema „Textilien“, kündigte Niehoff an. Dafür werde unter anderem am 12.November 2013. zusammen mit der Volkshochschule, eine Veranstaltung mit der Christlichen Initiative Romero durchgeführt werden. Untermalt wurden die Feierlichkeiten im voll besetzten Bürgerhaus in Gröbenzell mit Musik und Tanz -  moderiert von Peter Kveton, Journalist des Bayerischen Rundfunks. So präsentierte das Musiktrio Weiberlight unter anderem mit „Global World“ eine Fairtrade-Komposition von Schülern der Rudolf Steiner Schule Sorsum. 

Für einen emotionalen Höhepunkt sorgten zwei Tänzerinnen mit ihrer Choreographie „Moving People“. So wie sich in der realen Welt Nord und Süd mit unterschiedlichen Kulturen gegenüberstehen, so bildeten in dem Stück Hip Hop- und Zeitgenössischer Tanz die Gegensätze. Wie im Tanz, so die Botschaft der beiden Tänzerinnen, sollte das „Wir" nicht getrennt werden durch Norden und Süden, Osten und Westen, Arm und Reich. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt – dank der tatkräftigen Organisation von Ariane Zuber, Vorsitzende des Bund Naturschutz Gröbenzell und Mitglied des Arbeitskreises Fairer Handel. Sie hatte gemeinsam mit einer Reihe von engagierten Helfern unter anderem im Foyer des Bürgerhaussaals ein umfangreiches Buffet aus fairen und regionalen Produkten, Fairtrade-Kaffee sowie selbstgebackenem Kuchen organisiert.

Außerdem fand im Bürgerhaus eine Fairtrade-Ausstellung statt, unter anderem mit Verkaufsständen der Rudolf Steiner Schule (Macadamia-Nüsse) und von Plant for the Planet (Fairtrade Schokolade).

Eva Hassa 

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